Walter Ulbricht ging am Buß- und Bettag mit Diplomaten, Parteifunktionären und Ministern auf die Hasenjagd.

Max Reimann, Exil-Chef der verbotenen KPD, mischte sich von Ostberlin aus in die Bonner Krise ein. Sein Vorschlag: Neuwahlen.

Horst Schumann, unter Adolf Hitler KZ-Arzt, unter Kwame Nkrumah Chefarzt einer staatlichen Klinik in Ghana, wurde nach langem Rechtsstreit an die Bundesrepublik ausgeliefert, wo er sich wegen KZ-Verbrechen zu verantworten hat.

Jelle Zijlstra, ernannter Präsident der Niederländischen Zentralbank, bildete nach fünf Wochen Regierungskrise eine Minderheitsregierung, die bis zu den Neuwahlen im Februar im Amt bleiben will. Seine erste Amtshandlung als Premier- und Finanzminister: Er setzte sich selbst als Bankpräsident wieder ab.

Prinz Norodom Sihanuk, neutraler Staatschef von Kambodscha, will sich noch in diesem Monat mit dem Ministerpräsidenten von Nordvietnam, Phum Van Dong, und mit dem Führer der Nationalen Befreiungsfront in Südvietnam (Vietcong), Nguyen Huu Tho, treffen, um nach Möglichkeiten für einen Friedensschluß in Vietnam zu suchen.

Kong Le, General und Kommandeur der zehntausend Mann starken neutralistischen Armee in Laos, ist nach einem Monat: Exil aus Thailand nach Vientiane zurückgekehrt. Offiziere der königlichen Armee wollten ihn zwingen, seine Truppe ihnen zu unterstellen. Sicherheitshalber wohnt er jetzt in der indonesischen Botschaft.

Lyndon Johnson mißachtete nach seiner Stimmband-Operation den Rat seiner Ärzte, vorerst nicht zu reden. Zu seiner Erleichterung wurden die Wucherungen an einem der Stimmbänder als gutartig erkannt.