Die Forellen von St. Ägydi

Der kluge Fisch weiß den Wurm vom Angelhaken fein säuberlich zu trennen – und ist gegenüber den 30 dressierten Bachforellen der Gebrüder Luger in St. Ägydi (Oberösterreich) doch nur ein wahrer Stümper. Die flinken Schwimmer von St. Ägydi können Reifenspringen, einen Wurm aus dem Bierglas holen, lassen sich anfassen, verhalten sich auf Befehl mucksmäuschenstill und überlassen das ordinäre Zappeln den Hechten, Barben und anderen Verwandten.

Retsina-Freunde hoffen

Deutsche Weinexperten schnüffeln und beißen zur Zeit in Griechenland griechischen Harzwein. Es geht um die Frage, ob der auch in Europa beliebte Retsina zu den "aromatischen Weinen" oder zu den "Tafelweinen" gehört. Germaniens Retsina-Freunde hoffen, daß sich die Fachleute für die aromatische Klassifizierung entscheiden werden. Tafelweine werden erheblich höher verzollt.

Die Italiener und das Meer

Der Wassersport ist in Italien Stiefkind. Offizielle Stellen sehen mit Besorgnis die Konkurrenz in Jugoslawien, Griechenland und Spanien. In diesen Ländern werden bereits seit Jahren kleine Jachthäfen für Touristen angelegt. Anders in Italien. Wer mit dem Schiff vom Adriatischen Meer kommt und durch das Ionische zum Tyrrhenischen Meer will, findet vor Salerno keine besseren Häfen als zu Odysseus Zeiten. Ein italienischer Admiral äußerte auf einem Kongreß: "Wir haben 8000 Kilometer Küste, aber wir handeln wie eine kleine Kontinentalnation. Wir ignorieren das Meer. Am liebsten verbieten wir es, beschmutzen es oder vermieten es an Badegäste." Der Admiral übertreibt. In Italien gibt es 110 Jachthäfen. Weitere 57 Häfen sind im Ausbau. Unter italienischer Flagge fahren 350 Vergnügungsjachten, 24 000 Motorboote und 4000 Segelschiffe. Allerdings sind die Häfen und damit auch der Wassersport auf wenige Küstenstriche konzentriert. Einige der schönsten Gebiete sind tatsächlich völlig vernachlässigt.

Kein Platz für Grottengammler

Nördlich von Trondheim liegt die kleine Stadt Moi Rana, die sich hauptsächlich durch zahlreiche Tropfsteinhöhlen in näherer und weiterer Umgebung auszeichnet. Wen wundert’s da, daß in Moi Rana ein Grottenklub gegründet wurde, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, möglichst vielen Touristen die unterirdische Wunderwelt zu zeigen. Die einheimischen Grottenführer sollen freilich, wie ausdrücklich betont wird, nicht ausschließlich Tropfstein-Cicerones sein. Sie sollen auch Grottengammlern den kürzesten Weg zurück ans Tageslicht weisen.