Von Jan Brügelmann, Kapitän der deutschen Mannschaft

Golfweltmeisterschaften 1966: 150 Golfer aus aller Welt hatten sich untergehakt und sangen das alte schottische Abschiedslied "Auld lang syne".

Aus allen Teilen der Erde waren sie nach Mexiko in der Stadt der Olympiade 1968 gekommen, um die beste und beständigste Golfmannschaft zu ermitteln. Es leuchteten die roten Jacken der Kanadier mit dem Ahornblatt auf der Brusttasche in der Abendsonne und das Grün der Südafrikaner mit dem Springbock als Wappentier. Eine Reihe weiter der Fischadler Zambias neben dem gallischen Hahn Frankreichs und dem Löwen Englands als Wahrzeichen ihrer Länder. Langsam wurden die Fahnen aller teilnehmenden Nationen wieder eingeholt. Die von vorbildlichem und sportlichem Geist getragenen Weltmeisterschaften der Golfer waren zu Ende.

Vor zehn Tagen waren die Golfer der Bundesrepublik Deutschland in Mexico-City angekommen: der Chemotechniker Walter Brühne (27 Jahre), die Studenten: Friedrich Janssen (22 Jahre), Peter Jochums (24 Jahre), Christian Strenger (23 Jahre). Die Damen standen unter Führung von Lieselotte Strenger schon früher "im Einsatz".

Nach vier Trainingstagen geht es los.

Ein strahlender Sonnentag: Fiete Janssen schlägt als erster unserer Mannschaft um 7.45 Uhr ab. Das heißt 5.00 Uhr aufstehen, eine Stunde Busfahrt, Frühstück, Üben. Nach wie vor ist die Stimmung in der Mannschaft vorzüglich. Dank der Beruhigungspillen unseres netten Arztes wird allgemein gut geschlafen.

Vor uns beobachten wir einen der favorisierten Amerikaner beim ersten "Verunglücken".