Die bayerischen Wähler schickten CSU und SPD in fast unveränderter Stärke in den Münchner Landtag. FDP und Bayernpartei Wurden durch die NPD ausdem Parlament des Freistaats Bayern verdrängt. Besorgt reagierte die öffentliche Meinung des Auslands auf den neuen Erfolg einer rechtsradikalen Partei in Deutschland. In der hessischen Stadt Grünberg trat ein SPD-Stadtverordneter zur NPD über.

Das Ergebnis der Bayern-Wahl brachte neue Bewegung in die Bonner Koalitionsverhandlungen. Vor seiner Abreise zum Staatsbesuch in Mexiko empfing Bundespräsident Heinrich Lübke Vertreter der Bundestagsfraktionen.

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Georg Kienbaum sagte für die nächsten Jahre die Schließung von sechzig Zechen im Ruhrgebiet voraus. Am Wochenende erreichte die Zahl der unbezahlten Feierschichten im Ruhrbergbau mit 71 000 den höchsten Stand.

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Die italienische Regierung Aldo Moro beschloß Steuererhöhungen um etwa zehn Prozent. Der sowjetische Staatspräsident Nikolai Podgorny polemisierte in Österreich gegen die Bundesrepublik und gegen Wiens EWG-Assoziierungsabsichten. Der Kongreß der Kommunistischen Partei Bulgariens endete ohne Einigung über eine KP-Gipfelkonferenz.

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US-Außenminister Dean Rusk hat auf eine Anfrage zur Bonner Krise eine amerikanische Einmischung in innerdeutsche Angelegenheiten abgelehnt. Der Bonner US-Botschafter George McGhee beendete in Warschau eine Informationsreise durch Staaten des Ostblocks. In Washington forderte NATO-Generalsekretär Manlio Brosio entschieden eine Stabilisierung des Atlantischen Verteidigungsbündnisses. Der amerikanische Senator Robert F. Kennedy tadelte den Kauf deutscher "Sabre"-Düsenkampfflugzeuge durch Venezuela. König Hussanin von Jordanien rief alle wehrfähigen Männer zu den Waffen. Die Spannungen zwischen dem Vatikan und den Jesuiten wurden durch eine Gehorsamserklärung des Ordens beigelegt. Ein Staatsstreich in Togo wurde niedergeschlagen.