*

In London wurde der letzte der drei Polizistenmörder festgenommen. Innerhalb weniger Tage wurden in der Bundesrepublik drei Taxifahrer ermordet. In Köln begannen Prozesse gegen SS-Bewacher aus dem Konzentrationslager Mauthausen und Aufsichtspersonen aus dem Gefängnis "Klingelpütz".

*

Die luxemburgische Abgeordnetenkammer forderte die Regierung zur Abschaffung der Militärdienstpflicht auf. Die Volksrepublik China sagte Pakistan die Lieferung von drei Unterseebooten zu. Mit Strafandrohung versuchte die chinesische KP die Aktivität der "Roten Garden" einzudämmen. Nach sowjetfeindlichen Kundgebungen brach eine Delegation aus Moskau ihren Besuch in Peking anläßlich der Feier zur Oktoberrevolution vorzeitig ab.

*

63 sowjetische Schriftsteller protestierten gegen die Verurteilung ihrer Kollegen Jurij Daniel und Andrej Sinjawskij. Die sowjetische Parteiführung empfahl den in der Sowjetunion lebenden spanischen Kommunisten die Rückkehr in ihre Heimat. Francisco Franco verkündetet die Religionsfreiheit in Spanien.

*

Präsident Lyndon B. Johnson begab sich nach erfolgreicher Operation für die nächsten Wochen auf seine Ranch in Texas. Nach zehnjähriger Haft wurde in einem Wiederaufnahmeverfahren in Cleveland (Ohio) der Arzt Samuel Sheppard von der Anklage des Mordes freigesprochen. In den USA wurde das Angebot an Farbfernsehgeräten durch die Nachfrage überholt. In London wurde eine indische Medizinstudentin zur "Miß Welt 1966" gekürt. Im Kanton Zürich lehnten die Männer erneut das Stimmrecht der Frauen ab. In Paris wurde eine Ausstellung zu Ehren Pablo Picassos mit etwa tausend Arbeiten des Künstlers eröffnet.