Eine neue Seilschwebebahn von Obermais durchs Naiftal wird das tiefliegende Meran nunmehr mit dem schneesicheren Hochplateau von Hafling verbinden. In den weiträumigen Mulden zwischen Iffinger, Verdinser Plattenspitze und Kesselwandjoch soll eine Wintersportsaison für Meran begründet werden. Die meisten der insgesamt 13 Bahnen und Lifts sind schon fertig. Die restlichen Anlagen sollen spätestens 1967 gebaut werden.

Ab Weihnachten 1966 hat Meran seinen eigenen Winter. Er findet 2000 Meter über dem Tal statt. Man erreicht ihn vom Stadtzentrum aus in wenigen Minuten. Zum neuen Skigebiet in Hoch-Meran führen zwei Seilbahnen, aber keine Straße. Die eine Bahn geht von Obermais (350 Meter) nach St. Kathrein bei Hafling (1235). An der anderen vom Naiftal (680) zum Piffinger Köpfl (1900) wird noch gebaut. Ein Korblift schwebt vom Piffinger Köpfl zur Kirchsteiger Alm und damit ins Zentrum der Liftspinne. Von St. Kathrein fahren zwei Omnibusse im Pendelverkehr nach Falzeben. Von dort geht es im Sessellift zum Piffinger Köpfl. Auf der Hochfläche kann man jetzt von der Kirchsteiger Alm (1940 Meter) den Skilift zum Kesselwandjoch (2300) oder den zum Mittager (2305) nehmen. Im kommenden Jahr sollen drei weitere Lifts dazugebaut werden (aufs Naifjoch, zur Kuhleiten und auf den Spieler).

Die Prospekte notieren über zehn Abfahrtsvarianten mit Höhenunterschieden zwischen 300 und 600 Metern. Den Skialpinisten locken Gipfeltouren auf den Kesselberg (2422) und die Hochplattspitze (2655) oder Zehnkilometer-Abfahrten ins Sarntal mit bis zu 1500 Metern Höhenunterschied. T. H.