Spekulativer Immobilien-Fonds

Die Heidelberger Immobilien-Treuhand Heim-Fonds GmbH, eine relativ kleine Firma, hat der "Heim-Fonds HD 1" aufgelegt. Es sollen so viele Haus- und Grundbesitz-Briefe verkauft werden, wie Quadratmeter Grund und Boden vorhanden sind. Vorläufig "besitzt" der Fonds nur 4000 Quadratmeter, die dieser von den Initiatoren des Fonds übernommen hat. Und zwar zu einem Preis, der den Verkäufern eine "angemessene" Rendite gesichert hat. Da ein Zertifikat zum Preis von 154 Mark abgegeben wird, zahlt der Erwerber für den Quadratmeter Boden also einen nicht geringen Preis. Sobald der Boden bebaubar ist (dafür kann kein genauer Termin genannt werden), wird der Fonds geschlossen und ein neuer Fonds eröffnet, der das Eigenkapital für das gesamte Bauvorhaben beschaffen muß. Die Zeichner des "Heim-Fonds HD 1" erhalten in Höhe des dann festgesetzten Kurswertes neue Nennwert-Haus- und Grundbesitzbriefe. Für die Zeit bis zur Bebauung bleiben die Zertifikate ohne Rendite. Die Zeichner können also lediglich auf eine Wertsteigerung des Grund und Bodens hoffen, die wesentlich von der konjunkturellen Entwicklung in der Bundesrepublik abhängen wird.

Schlag gegen IOS

Die Bundessicherheitspolizei Brasiliens hat mit Hilfe des Militärs die Geschäftsräume der "schweizerischen" Kapitalanlagegesellschaft Investors Overseas Services (IOS) in Rio de Janeiro durchsucht. Die Gesellschaft und ihre leitenden Mitarbeiter werden der Steuerflucht beschuldigt. Außerdem wird ihnen vorgeworfen, daß sie "in klarem Verstoß gegen das Gesetz Kapital ins Ausland schaffen". In den USA hat IOS in erster Instanz eine von der amerikanischen Börsenkontrollbehörde angestrengten Prozeß verloren.

Neue Silbermünze geplant

In Bonn wird die Herausgabe neuer Gedenk-Silbermünzen vorbereitet. Den Fichte-Fünfmarkstücken vom Sommer sollen Leibniz-, Humboldt- und Käthe-Kollwitz-Fünfmarkstücke folgen. Nach den bisherigen Erfahrungen ist nicht damit zu rechnen, daß diese Silberstücke in den Geldkreislauf gelangen. Sie dürften von den Sammlern sofort aufgekauft werden. Für die Fichte-Münze werden bereits 12 Mark bezahlt. Die Kreditinstitute erhalten von den Landeszentralbanken eine beschränkte Anzahl von Gedenkmünzen zugeteilt, die diese an ihre Kundschaft weitergeben sollen.

Differenzen beim Converfonds