Wenzel Jaksch, Präsident des Bundes der vertriebenen Deutschen und SPD-Bundestagsabgeordneter, starb nach einem Verkehrsunfall in Wiesbaden. Der 70jährige Böhme führte einst die sudetendeutschen Sozialdemokraten in Prag und widersetzte sich später im Londoner Exil vergebens der Austreibung seiner Landsleute.

Fritz von Unruh, 81 Jahre alter deutscher Dichter und Denker, warnte in New York die Deutschen vor einem Wiederaufleben des Nationalsozialismus und des Militarismus.

Sean Thomas O’Kelly, von 1945 bis 1959 Präsident der Irischen Republik, einer der Überlebenden des Osteraufstandes gegen die Engländer im Jahre 1916, starb 84jährig in Dublin.

Hans Herrschaft, bayerischer Exportkaufmann und Anti-Strauß-Zeuge in der Fibag-Affäre, braucht keine Strafverfolgung mehr zu fürchten. Das Ermittlungsverfahren, das vor vier Jahren wegen angeblicher Ostkontakte gegen ihn eröffnet wurde, ist eingestellt worden.

Mwami Ntare V., der 19 Jahre alte König von Burundi (einstmals Teil von Deutsch-Ostafrika), wurde von seinem Regierungschef Michel Micombero gestürzt, als er gerade einen Staatsbesuch im benachbarten Kongo absolvierte. Er hatte erst im Juli den Thron bestiegen, nachdem Hauptmann Micombero seinen Vater, König Mwami Mwambutsa IV, der sich in der Schweiz vergnügte, abgesetzt hatte.

Oscar Daniel Gestido, pensionierter General und Führer der liberalen Colorado-Partei in Uruguay, hat nach dem Wahlsieg seiner Partei am Sonntag Aussicht auf das Präsidentenamt. Die Wähler hatten zugleich für eine Verfassungsänderung gestimmt, durch die das seit 15 Jahren geltende Kollegialsystem nach Schweizer Muster durch ein Präsidialsystem ersetzt wird.