Für Gewerkschaftler billiger

Die Bank für Gemeinwirtschaft (BfG) hat mit verschiedenen Gewerkschaften ein Abkommen getroffen, wonach sie bereit ist, langjährigen Mitgliedern dieser Gewerkschaften Kredite zu günstigen Konditionen zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung ist, daß der betreffende Gewerkschaftler eine Legimitationskarte seiner Organisation vorlegt, aus der hervorgeht, daß die Mitgliedschaft bereits fünf Jahre besteht und daß sich der Kreditsuchende in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befindet. Die BfG trägt für die verbilligten Kredite das volle Risiko, sie werden nicht von den Gewerkschaften verbürgt. „Aus Erfahrung gehen wir davon aus, daß Menschen, die sich der Gewerkschaft verpflichtet fühlen, auch ihre privaten Verbindlichkeiten erfüllen“, heißt es in einer BfG-Stellungnahme.

Noch alte Bausparvergünstigungen?

In Kreisen der Bausparkassen wird bezweifelt, ob das neue Bundeskabinett der Absicht seines Vorgängers folgen und ab 6. Oktober 1966 rückwirkend das Gesetz über die Begünstigung des Bausparens ändern wird. Fest steht, daß gleichgültig, von welchem Zeitpunkt Gesetzesänderungen in Kraft treten werden, die Begünstigungen für das Kalenderjahr 1966 sowohl nach dem Wohnungsbauprämiengesetz (bis 400 Mark Wohnungsbauprämie) als auch nach dem Einkommensteuergesetz (Sonderausgabenabzug) in vollem Umfang bestehen. Nach Ansicht der Bausparkassen sind Einzahlungen 1966 auch dann prämienbegünstigt bzw. steuerbegünstigt, wenn der Vertrag nach dem 6. Oktober 1966 abgeschlossen worden ist oder bis zum 31. Dezember abgeschlossen werden wird.