Beim englischen Wort „juvenile“ fällt einem als erste Assoziation „delinquency“ ein. War ein Akt von juvenile delinquency, von „jugendlichem Vergehen“, dafür verantwortlich, daß erstaunte Engländer sich jetzt mit einem Katalog des Münchner Arbeitskreises für Jugendschrifttum konfrontiert sehen, der in einer sonderbaren Sprache verfaßt ist: einem durch Rabelais-Einflüsse verfremdeten Englisch? Sein Titel: „The Best Youvenile Books“.

Die Bilder in einem Buch „Joanjo“ sind, so erfahren wir dort, „folkloric influenced“. Und wer möchte diese verblüffend präzise Interpretation nicht selber verfaßt haben: „Simple forms of modern lyric poetry in these poems are most adequate as tothe understanding of the children“?

Als wirklich sehr komisch wird ein weibliches Nilpferd angekündigt, „because no attention is paid to her on behalf of her kind on the river bank“. „Children of our time“, kann man da wohl mit den Youvenile-Autoren sagen, „are confronted with foreign and difficult conditions essential for life, which nevertheless give way to the childlike joy and games, too.“

„Childlike joy and games – (too!)“, das scheint uns der Schlüssel zu diesem herrlichen Katalog, den man zur kindlichen Freude und Spielen unserer Leser am liebsten von Anfang bis Ende abschreiben würde (wer so begeistert ist wie wir, kann ihn wohl in München 22, Kaulbachstraße 40 anfordern). Leider müssen wir uns hier darauf beschränken, zum Schluß noch eine Gebrauchsanweisung mitzuteilen (Seite 11 des Katalogs): „The humourous nonesense ... may even be read aloud.“ R. W. L.