Zwischen den USA und Kanada ist vereinbart worden, daß die Ermäßigung der Quellensteuer auf 15 Prozent nicht mehr von Gesellschaften beansprucht werden kann, die zwar nach den Gesetzen des anderen Vertragstaates errichtet sind, aber dort nicht der Gewinnsteuer unterliegen, weil sie für Zwecke der Gewinnsteuer nicht als ansässig gelten. Die Folge dieser Vertragsänderung des Doppelbesteuerungsabkornmens wird sein y daß u a auch der Fund of Funds (vertrieben von der schweizerischen Investors Overseas Services) nicht mehr die Ermäßigung der amerikanischen Quellensteuer beanspruchen kann. Der Fund of Funds verfügte am 30. September 1966 über ein Vermögen von 396 9 Millionen Dollar, zum gleichen Zeitpunkt besaß er Anteile von 18 amerikanischen Investment Fonds. Der Verkauf von Anteilen des Fund of Funds ist in den USA selbst unzulässig Seit einigen Wochen verkaufen die Deutsche Pfandbriefanstalt und die gewerkschaftseigene Wohnungsbaugesellschaft "Neue Heimat", Hamburg, die zweite Serie sogenannter Hausbesitzbriefe. Die erste Serie von 30 Millionen Mark ist im Frühjahr ohne Schwierigkeiten placiert worden. Mit den neuen Briefen soll ein Objekt- in DortmundEssen finanziert werden. Bauherrin ist die Immobiliengesellschaft Dr. Görtmüller KG. Die Deutsche Pfandbriefanstalt ist die alleinige Kommandifistin der Gesellschaft; sie hält die Kommanditgesellschaft treuhänderisch für die Gesamtheit der Hausbesitzbriefinhaber, die damit Miteigentümer des Grundbesitzes der Gesellschaft werden. Die Bauobjekte werden von der "Neuen Heimat" zunächst für 25 Jahre gepachtet, und der Pachtzins wird so berechnet, daß jährlich an die Hausbesitzbrief Inhaber eine Mindestausschüttung von fünf Prozent gewährleistet ist. Die Inhaber der Briefe können die beim Bauen entstehenden Werbungskosten und anschließend die Abschreibungen auf die Herstellungskosten der Gebäude steuermindernd bei der Einkommensteuer geltend machen. Dadurch dürften die Jahreseinnahmen von fünf Prozent fast steuerfrei kassiert werden. Die Hausbesitzbriefe (ab 100 Mark) können bei jedem Kreditinstitut gezeichnet werden. Allerdings besteht keine Möglichkeit, dafür Bausparmittel zu verwenden, solange diese noch irgendwelchen Sperrfristen unterliegen. Auch bei Bausparhypotheken können die Landwirte von der Zinsverbilligungsiktion des Bundes profitieren. Im Rahmen dieser Aktion erhalten die Landwirte für vordringliche agrar- und ernährungswirtschaftliche Maßnahmen Zinsverbilligungszuschüsse bis zu vier Prozent. Da die Bausparhypothek in der Rege! nur fünf Prozent kostet, stellt sich der Zinssatz unter diesen Voraussetzungen nur auf ein Prozent.

Während der Chef des Volkswagenwerkes, Professor Nordhoff, noch kürzlich erklärte, daß es im kommenden Jahr eine weitere Kapitalerhöhung geben werde, deutet sein Finanzchef, Dr. Thomee, jetzt die Möglichkeit an, daß das Unternehmen vorerst auf die Aufnahme neuen Eigenkapitals durch Ausgabe junger Aktien verzichten könne. Das würde den Markt der Volkswagenaktien wesentlich festigen. Die Placierung der jetzt aufgelegten Aktien wurde nur durch eine drastische Zurücknahme des Bezugsrechtkurses möglich. Auf diese Weise ist es gelungen, das Bankenkonsortium von der Übernahme nichtbezogener Aktien freizustellen. Aber noch steht ein kritischer Tag bevor: 9. Januar "(967. Dann müssen nämlich die Einzahlungen auf die jungen Aktien geleistet werden. In Bankkreisen hält man es für möglich, daß ein Teil der VW Aktionäre vorher bemüht sein wird, die heute an der Börse gehandelten "VW Erwerbsansprüche" abzustoßen. Ob das den VW Kurs belasten wird, hängt von der dann herrschenden allgemeinen BörsenSituation ab. Nach dem gegenwärtigen Stand würde der Markt auch dieses Angebot "schlucken".