Papst Paul VI. rief die Kriegführenden auf, die Feuerpausen am Weihnachts- und Neujahrsfest und zum buddhistischen Mondneujahr im Februar zu einem anhaltenden Waffenstillstand zu verbinden, damit diese „goldene Gelegenheit“ zu einer „ehrenhaften Verständigung“ nicht versäumt werde.

Ein Sprecher der US-Marine sprach entschieden gegen eine Verlängerung der Feuerpausen. Auch andere Militärs der USA argumentierten, ein längerer Waffenstillstand sei nicht wünschenswert, weil dem bereits stark angeschlagenen Gegner keine Ruhepause gegönnt werden dürfe.

Die meisten protestantischen und orthodoxen Kirchen der USA unterstützten den päpstlichen Friedensappell. DerKrieg dürfe „nicht mehr dem Urteil nur einer Nation überlassen werden, wie mächtig und edelmütig sie auch sein mag“.

Ronald Reagan‚ neugewählter republikanischer Gouverneur von Kalifornien, meinte, die USA sollten den Frieden durch Drohung mit Atombomben erzwingen.

Sonderbotschafter Averell Harriman bat in Algier Präsident Boumedienne, seine Beziehungen zu Peking, Hanoi und den Vietcongs für eine Friedensvermittlung zu benutzen. Die Antwort aus Peking: Vor Verhandlungen müssen die Amerikaner bedingungslos das Feld räumen.

Die Landkämpfe in Südvietnam sind abgeflaut. Grund: Die Vietcongs müssen die Reiserate einbringen.

Drei US-Hubschrauber fielen einer neuen Waffe der Vietcongs zum Opfer: Der Wind der Heliokopterblätter knickte im hohen Gras verborgene dünne Stangen, an denen Minen befestigt waren.