Eine „mäßige Dividendenkürzung“ hat die Pegulan-Werke AG, Frankenthal, für das abgelaufene Geschäftsjahr 1965/66 (30. September) angekündigt. Der Umsatz des Unternehmens ist zwar nochmals um 10,7 (14,1) Prozent auf ungefähr 165 (149,2) Millionen Mark gestiegen, doch hielt der Ertrag mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Einmal mußten infolge der scharfen Wettbewerbslage Preiszugeständnisse gemacht werden, sodann nahmen die Personal- und Sachkosten weiter zu und schließlich war das Unternehmen durch unangenehme Anlaufverluste in einem neuen Produktionszweig belastet. Für 1964/65 waren bei einem Reingewinn von 3,26 Millionen Mark auf 17,04 Millionen Mark Stammaktien 16 Prozent und auf 2,96 Millionen Mark Vorzugsaktien 18 Prozent Dividende gezahlt worden.

Die Errichtung einer eigenen Produktionsstätte für Datenverarbeitungsanlagen im EWG-Raum, wahrscheinlich in der Bundesrepublik, wird, wie Aufsichtsratsvorsitzender James H. Binger ankündigte, von der Honeywell Inc, Minneapolis, erwogen. Gerade das Computer-Geschäft expandiert bei Honeywell am stärksten. Im Jahre 1965 betrug hier der Auslieferungswert bei einem Umsatz von 700 Millionen Dollar etwa 175 Millionen Dollar. Im laufenden Jahre werden Computer im Werte von über 300 Millionen Dollar bei einem Gesamtumsatz von knapp 900 Millionen Dollar bereits einen Anteil von über einem Drittel erzielen. Binger meinte, daß in spätestens fünf Jahren die Computer etwa die Hälfte des gesamten Honeywell-Geschäfts ausmachen werden. Die 1954 gegründete Honeywell GmbH, Frankfurt, die seit zehn Jahren in Dörnigheim bei Hanau Steueraggregate für Flugzeuge, Industrieregelgeräte und Klimaanlagen baut, dürfte voraussichtlich die Computerproduktion für den EWG-Raum übernehmen.

Der Umsatz der Gerrit-Gruppe wird nach Mitteilung von Hendrik van Delden von der Gerrit van Delden & Co, Gronau, in diesem Jahre bei etwa 200 Millionen Mark liegen. Mit der Übernahme der Firma Gebr. Laurenz ist die Gruppe zu einem der größten privaten Textilunternehmen der Bundesrepublik geworden. Als Folge der Sortimentsbereinigung und der damit verbundenen Stillegung von Produktionsanlagen wird bei Laurenz auch im kommenden Jahr noch ein Umsatzrückgang eintreten. Ab 1968 jedoch, sagte van Delden voraus, würden sich die Kapazitätserweiterungen auswirken, dann werde die Gruppe mit ihrem Umsatz die 200-Millionen-Grenze beträchtlich überschreiten.