Daß, wer alles hat, beileibe noch nicht alles hat, erfuhren dieser Tage die Empfänger amerkanischer Geschenk-Kataloge. Sie konnten da etwa einen Hügel aus Kunststoff entdecken, passend für den Garten am Haus. Der kleine Berg ist vierzig Meter lang und ungefähr acht Meter breit, und er verbürge, so heißt es, Winterfreuden auch an einem grünen Weihnachtsfest, denn es sei ein Skihügel. Preis des Gartenmöbels, von dessen Höhe leider nicht die Rede ist: vierhunderttausend Mark. Das Gegenstück ist selbstverständlich etwas Kleinstes: ein Radiogerät in Daumengröße für vier Mark, es kann auch ein siebeneinhalb Zentimeter großer Fernsehapparat für sechshundert Mark sein. Starken Figuren, denen die Waage nicht genügt, bietet sich ein Diät-Computer an; er errechnet Kalorien. Daß es auch ein Marmorbad mit goldenen Armaturen gibt für sechzehntausend Mark, läßt den Atem nicht mehr stocken, ergötzen wird hingegen manchen Tierfreund eine Neuheit aus dem Schneideratelier: es ist nunmehr möglich, einen Rüden als Weihnachtsmann herumlaufen zu lassen. Vom weißen Bart wurde dabei nicht gesprochen. Es frommt dem guten Kaufmann, so sagt der Dichter, wenn ihm manchmal etwas einfällt. m. l.