Aral fließt an allen Tankstellen im Bundesgebiet einheitlich blau nur die Preise sind uneinheitlich. Was vor den Toren der Raffinerien in Hamburg für 53,5 Pfennig zu haben ist, kostet einige Kilometer entfernt 55,5 Pfennig. Den Kosten entsprechend, so denkt der Kunde, steigt der Preis mit zunehmendem Abstand von der Raffinerie. Um so größer ist seine Überraschung, wenn er tiefer ins Niedersächsische eindringt und plötzlich Zapfsäulen entdeckt, die einen Preis von nur 51,5 Pfennig anzeigen. Wo bleibt da die Logik?

In der Tat begründen die großen Markenfirmen Aral steht hier nur als Beispiel für alle – ihre Preisdifferenzierungen nicht mit Kostenunterschieden, sondern mit dem Unterschiedlichen Wettbewerbsdruck. Nur vermag der flüchtige Autofahrer hinter den Preisunterschieden zwischen zwei niedersächsischen Landgemeinden, die beide einer freien Tankstelle entbehren, auch hier kein System zu erkennen.

Gewiß ist jedoch, daß sich die Benzinkunden in der Raffineriestadt Hamburg geprellt fühlen. Tatsache ist auch, daß sich das Bundeskartellamt für diese merkwürdige Preisdifferenzierung interessiert. Deshalb täten die Ölkonzerne gut daran, die Preise wieder in eine vernünftige Relation zu bringen. Am 1. Januar ist dazu Gelegenheit. Denn dann müssen die Preise wegen, der steigenden Fiskalbelastung ohnehin geändert werden. hgk.