Trotz des Krieges in Vietnam sind sich Sowjets und Amerikaner in dieser Woche um einen großen Schritt nähergekommen. Nach monatelangen Verhandlungen hinter den Kulissen einigten sie sich auf ein internationales Abkommen für die friedliche Nutzung des Weltraums. Präsident Johnson feierte den neuen Vertrag als den wichtigsten Beitrag zur Abrüstung seit dem Atomteststopp-Abkommen im Jahre 1963.

„Dieser Vertrag sollte beiden Seiten Stoff zum Nachdenken geben, wenn in Vietnam an den Festtagen die Waffen schweigen,“ sagte der russische Unterhändler Platon Morozow, der zusammen mit dem amerikanischen UN-Botschafter Arthur Goldberg die Paragraphen des Vertrages austüftelte.

Das Abkommen, dem alle Staaten beitreten können, sieht folgendes vor:

  • Gleichberechtigung bei der Erforschung und Benutzung des Weltraums;
  • Verbot nationaler Souveränität auf Himmelskörpern;
  • Verbot des Transport; oder der Stationierung von Massenvernichtungswaffen im Weltraum oder auf Himmelskörpern, und die
  • Pflicht zur gegenseitigen Hilfe bei der Landung von Astronauten.

Bis zuletzt umstritten wir die von den Sowjets geforderte Meistbegünstigung bei der Benutzung von Raunflugkontrollposten. Die Amerikaner opponierten, weil sie den Sowjets, die Kubaner, weil sie den Amerikanern keinen Zuritt auf eigenem Territorium erlauben wollten. Es blieb, wie bisher, bei zweiseitigen Abkommen.

Für das nächste Jahr steuern die USA und die Sowjetunion ein neues Ziel an: den Atomwaffen-Sperrvertrag.