Es klingt wie eine Binsenweisheit, ist aber auch heute noch längst nicht zur Selbstverständlichkeit geworden: Eine Fremdsprache sollte man am besten in dem Lande lernen, in dem sie gesprochen wird. Immerhin suchen sich heute schon viele junge Menschen ihre eigenen Wege: Sie trampen ins Ausland, verdingen sich während der Semesterferien als Erntehilfe; viele Mädchen nehmen Stellungen in ausländischen Haushalten an. Solche Initiative ist natürlich sehr zu begrüßen. Der Blick des jungen Menschen wird geweitet; er lernt Lebensumstände und Menschen kennen, die ihm sonst fremd geblieben wären.

Der Sprachpädagoge allerdings muß hier Bedenken geltend machen. Die Methode, jemanden dadurch das Schwimmen zu lehren, daß man ihn ins Wasser stößt, mag zwar auf den ersten Blick manchen Vorzug haben. Sie kann aber auch eine echte Begabung verschütten, weil dem Talent keine Gelegenheit gegeben wurde, sich sinnvoll und nach logischen Prinzipien zu schulen. Wer ins Wasser gestoßen wird, kümmert sich nicht um Atemtechnik und Butterfly-Stil; ihm geht es einfach um das Überleben.

Angewandt auf das Erlernen von Fremdsprachen bedeutet das: Nur derjenige, der einen soliden Fundus von grammatikalischen Kenntnissen und einen ausreichenden Vokabelschatz besitzt, sollte sich auf das Abenteuer einlassen, seine Sprache in einem Milieu des Zufalls zu vervollständigen. Wer aber als Anfänger dort etwa in einen englischen Haushalt geht, um Englisch zu lernen, ist am falschen Ort. Er lernt auf diesem Wege niemals die Sprache, sondern allenfalls, sich zu verständigen, und das möglicherweise falsch.

Der beste Weg, der natürlich mit Kosten verbunden ist, führt über eine Schule, die mitten im Sprachgebiet liegt und an der erfahrene Pädagogen sowohl den Anfänger als auch den Fortgeschrittenen sinnvoll durch das sprachliche Neuland führen. Eine der größten dieser Schulen in England – sie besteht seit 1950 und wurde seither von mehr als 25 000 Schülern besucht – ist die „Anglo-Continental School of English“ in Bournemouth. Ihre Initialen ACSE stehen in einem Globus, auf dem eine stilisierte Eule thront. Das ist das Wahrzeichen dieser Schule, deren deutsches Sekretariat sich in Köln befindet.

Die Schule gehört zu denen, die vom britischen Unterrichtsministerium das Prädikat „Efficient“ („Leistungsfähig“) verliehen bekamen. Die ACSE hat sich auf Englisch spezialisiert und ein umfangreiches Studienprogramm entwickelt, das aus der obligatorischen Grundschulung und Kursen, Vorlesungen, Übungsmöglichkeiten sowie zahlreichen Studentenklubs besteht. Die individuellen Ansprüche eines jeden Sprachschülers können auf diese Weise voll befriedigt werden.

Die Hauptkurse dauern drei bis neun Monate. Unabhängig davon gibt es Examenskurse, in denen fortgeschrittene Studenten auf das „Certificate of Proficieny in English“ der Universität Cambridge vorbereitet werden können. Für andere, die nicht so viel Zeit an der Schule verbringen können, gibt es Spezialkurse von vier- bis neunwöchiger Dauer. Sie sind besonders geeignet für diejenigen Schüler, die schon gute englische Sprachkenntnisse besitzen; zur „Auffrischung“ wird (wie überhaupt in allen Kursen) besonderer Wert auf das gesprochene, moderne Englisch gelegt. Schließlich werden zwei- bis elfwöchige Ferienkurse veranstaltet, die sich als besonders erfolgreich und beliebt erwiesen haben.

Sie haben einmal den Vorzug, daß sie Sommerferien in einem der schönsten Badeorte an der englischen Südküste ermöglichen. Bournemouth ist eine Gartenstadt, eine Stadt der Blumen und Parks, der Pinien, Promenaden und Sportplätze.