Halbzeit in der Bundesliga. Die Überraschungsmannschaft „Eintracht“ Braunschweig wurde durch das bessere Torverhältnis „Herbstmeister“ vor dem Hamburger Sportverein, der im Westen nicht siegen kann. Theoretisch können noch zehn Mannschaften Meister werden. So ausgeglichen war die Spielstärke in der Bundesliga noch nie, und deshalb ist wohl auch für Spannung bis zum letzten Augenblick gesorgt. 1860 München und der 1. FC Köln haben sich, nachdem sie zuerst in der Abstiegzone pendelten, nun so weit nach vorn gearbeitet, daß sie wieder mitmischen können, wie das so schön heißt. Eintracht Frankfurt und Bayern München träumen von der Meisterschaft, und Borussia Dortmund vertraut auf seine Routine. Eine Vorhersage, wer vielleicht Meister werden könnte, ist jetzt ganz unmöglich. Erstaunlich, daß auf halber Strecke zwei kampfbetonte Mannschaften aus dem Norden die Tabelle anführen, das hätte beim Start niemand zu prophezeien gewagt.

Aber auch über den Abstieg ist noch nichts entschieden. Karlsruhe fungiert zwar schon lange als Schlußlicht, hat aber den Anschluß noch nicht verloren. Sieben Mannschaften vor ihm stehen, nach Verlustpunkten gerechnet, nur um zwei oder drei Punkte besser. Also, neun oder zehn Klubs können noch Meister werden und acht oder neun können noch absteigen. Die Lose sind noch bunt gemischt, und für Prognosen stehen die Chancen noch denkbar schlecht. A. M.

Punkte Tore

1. Eintracht Braunschweig 22:12 26:12

2. Hamburger SV 22:12 24:19

3. Eintracht Frankfurt 20:12 33:20

4. Bayern München 20:14 36:24