Museum unter der Fußsohle

Die Stadtväter Roms und die reichen Juweliere der Via Frattina erwägen den phantastischen Plan, diese Prachtstraße der Ewigen Stadt mit Glas zu pflastern und sie damit zu einem „Schaufenster der Geschichte“ zu machen. Liegt doch unter dem Nobel-Boulevard der Palast des römischen Milliardärs und Lebemannes Lucius Licinius Lucullus, der im ersten Jahrhundert vor Christus ein Feinschmecker von hohen Graden war und als solcher in die Weltgeschichte eingegangen ist. Sein verschüttetes Domizil soll in voller Straßenbreite ausgegraben, wiederhergestellt und schließlich mit Glas abgedeckt werden. Natürlich müßte die Via Frattina angesichts ihres zerbrechlichen Pflasters künftig für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.

Stiller Pico del Teide

Auf Teneriffa will man den hochwillkommenen Touristen nun auch noch die Sterne erschließen. Auf dem Pico del Teide soll ein imposantes Observatorium gebaut werden, daß nach seiner Fertigstellung wieder einmal eines der größten der Welt sein wird. Die Tatsache, daß es sich beim Pico del Teide um einen noch nicht erloschenen Vulkan handelt, hat die Begeisterung für dieses Projekt bislang nicht zu stören vermocht. Er wird wohl auch fürderhin stillhalten...

Ägypten lockt Wildentenschützen

Ägyptische Wildenten dienen als Lockvögel für Reisen in das Reich der Pharaonen. Jäger dürfen einmal in der Woche Tempel und Pyramiden schwänzen und den Enten nachstellen. Die Jagd ist teuer. Einmalige Pirsch kostet rund 220 Mark. Dazu kommt noch der Preis des Gesamtarrangements (mindestens 1300 Mark). Wer jedoch ein guter Wildentenschütze ist, kann einiges wieder wettmachen. Jede geschossene Ente kann er für zwei Mark an den Veranstalter verkaufen und zwanzig Stück darf er als Mundvorrat nach Hause tragen.

Am liebsten ins Ausland