Vorwort des Herausgebers Seit nunmehr einem halben Jahrhundert berät Miß Hyacinthe Phipps die heranwachsende junge Dame in Fragen des korrekten Benehmens in mancherlei Lebenslagen. Ihre leicht faßlichen Anstandsregeln sind unschätzbares Allgemeingut geworden und haben einer Generation von Mädchen den Schritt über die Schwelle des Frauentums erleichtert. Um ihre wertvollen Ratschläge nun auch einem weiten Publikum zugänglich zu machen, hat sich Miß Phipps entschlossen, sie schriftlich niederzulegen. Möge diese Veröffentlichung den jungen Damen von heute denselben Dienst erweisen, den sie einst ihren Müttern erwiesen hat. Sie werden auf der Straße von einem Ihnen völlig Unbekannten angesprochen. Nach der Entjungferung sagen Sie: "Wahrhaftig, ich hätte nie gedacht, daß es auf diese Art geschieht — mit einem völlig Unbekannten Er sagt: "Wollen Sie damit sagen, daß Sie nicht meine Verlobte Hedwig sind? Sie sehen ihr zum Verwechseln ähnlich Sie darauf (möglichst schlagfertig): "Natürlich. Jetzt, wo Sie mich daran erinnern: Ich bin Hedwig, Ihre Verlobte " Hennen, ohne daß er die Verwechslung Sie haben Kopfschmerzen, gehen zum Arzt. Nach erfolgter Entjungferung sagen Sie: "Also Herr Doktor, meine Kopfschmerzen sind tatsächlich vorbei Er sagt: "Der Herr Doktor ist gar nicht da. Ich bin ein Patient wie Sie Sie sagen (wie aus der Pistole geschossen): "Dann entfällt ja wohl auch das Honorar " Sie sind, zusammen mit elf anderen Gästen, von Lord Pilroy zum Wochenende auf sein altes Schloß inmitten der schottischen Hochmoore eingeladen. Lord Pilroy wird von einem Mörder um die Ecke gebracht. Abends trifft chinesischer Detektiv ein, Ihr Alibi: Sie haben den Lord zum letzten Mal gesehen, als er — nach Entjungferung im Schlaf — durch das Fenster Ihr Zimmer verließ. Chinesischer Detektiv bittet Sie, ihm die ganze Szene vorzuspielen. Danach sagt er: "Finger der Anklage deutet auf Sie als Mörderin. Lord Pilroy hat Sie nicht entjungfert. Ich habe selbst Blume gepflückt Sie darauf: "Lieber Herr Tsching (oder wie Sie heißen), Sie sind nicht so schlau, wie Sie aussehen, Sie haben das Beweismaterial selbst vernichtet " Fahrstuhl bleibt drei Stunden lang zwischen zwei Stockwerken stecken. Entjungferung findet statt. Später, in Ihrer Dachwohnung, überdenken Sie die Situation: Zukünftige Fahrstuhlfahrten würden sozialen Abstieg bedeuten. Am nächsten Vormittag — Sie sind zu einem Mittagessen des Jungunternehmerverbandes eingeladen — klingeln Sie nach Fahrstuhl. Tür öffnet sich, Boy sagt: "Abwärts, Fräulein!" Sie sagen (indem Sie geradeaus blicken): "Ja, und zwar so schnell wie möglich " Bei einerspiritistischen Sitzung, geleitet von einem recht einnehmenden Zigeuner. Sie bitten ihn, den Geist Rudolph Va