Die Experten sind nicht sehr optimistisch. Nach ihrer Meinung muß mit einem Rückgang der unternehmerischen Investitionen, also der Neuanschaffung von Maschinen, Ausrüstung und Gebäuden gerechnet werden. Das hat es seit Bestehen der Bundesrepublik noch nie gegeben. Ein Rückgang der Investitionen bedeutet immer auch ein Nachlassen des wirtschaftlichen Wachstums und damit auch ein geringeres Ansteigen der Einkommen und sinkende Steuereinnahmen. Da gleichzeitig aber mit einem ziemlich stabilen Preisniveau zu rechnen ist, kann man hoffen, daß die Bundesrepublik auch im kommenden Jahr wieder Exportüberschüsse erzielt, da es für die Ausländer lohnend bleibt, bei uns einzukaufen. Stärker als in früheren Jahren liegt es diesmal allerdings in der Hand der Wirtschaftspolitiker, ob die in unserer Graphik wiedergegebene Prognose eintrifft oder nicht. Eine aktive Politik kann das Ergebnis durchaus noch verbessern. Wird weiter im alten Trott gewirtschaftet, besteht wenig Hoffnung auf Besserung.