Dieses "Geheimnis" kennt Churchill, "der alte Herr, der Brandstifter", und nun hat er begründete Sorge: "Das Beispiel aus dem Alltag erklärt es haargenau." Es lohnt nicht, solcher Art von ideologischer Stilübung, die der Verfasser "Gedankengänge" nennt, weiter nachzugehen. Deutlich ist: er weiß nichts. Aber er meint die Wunderwaffe, die alles, alles wenden muß.

Wer diesen Aufsatz heute liest, wird ihn in all seiner banalen Sentimentalität und beschwörenden Nichtigkeit für ein Muster journalistischer Stümperei halten. Zu seiner Zeit jedoch wirkte er, wirkte eben durch seine gänzliche Geist-Losigkeit, durch seine raunende Beschwörung des großen Wunders im Tanzschritt um das leere Loch. Denn wie endet er? Nichts fürchte Churchill mehr als den Herbst:

"Bis zum Herbst! Damit wissen wir, wofür wir die letzte große Kraftanstrengung machen müssen. Sie geht auch nicht über unsre Kräfte. Wir haben in diesem Kriege noch nie in einer kritischen Lage aufgegeben. Wir werden den letzten Preis, den wir noch zu bezahlen haben, eben bezahlen. Mit allen Mitteln und mit allen Kräften. Der Sieg ist wirklich ganz nahe."

So war es zu lesen, in den Zeitungen der letzten Augusttage des Jahres 1944. Der das damals in der Genesenden-Kompanie zu Wien las und sah, wie die andern um ihn herum es lasen und wieder jene Haltung von Glauben und Gläubigkeit von ihnen Besitz ergriff, die das ganze Elend zu verantworten hatte – der beschloß, sich den Namen des Verfassers zu merken und ihn nicht zu vergessen.

Es gab einen SS-Kriegsberichter in Deutschland, und der hieß Joachim Fernau.