• "Johann Anton Ramboux" (Köln, Wallraf-Richartz-Museum): In systematischer Breite, mit Leihgaben aus vielen rheinischen Museen und Privatsammlungen, mit Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Skizzenbüchern, Illustrationen, Entwürfen zu Wandgemälden und Kopien von Meisterwerken der italienischen Renaissance präsentiert Köln das Lebenswerk des Kölner Malers, der vor hundert Jahren gestorben ist und gegen Ende seines Lebens als Konservator des Wallraf-Nachlasses tätig war. Abgesehen von seinen lokalen und musealen Meriten liefert Ramboux einen wichtigen Beitrag zur Kunst und Kunstgeschichte des frühen 19. Jahrhunderts. Sein Werk reflektiert die großen Strömungen der Zeit, vom Klassizismus bis zur ausklingenden Romantik, wobei seine nazarenischen Jahre in Rom, als Freund der Lucasbrüder und Tischgenosse im Café Greco, die künstlerisch reichste Epoche darstellen. In seinen römischen Porträts und Naturstudien manifestiert sich der strenge, feierliche Nazarenerkult der reinen Linie, die den Gegenstand aus der Profanität herauschneidet, ihn verklärt und idealisiert. Im Katalog der Ausstellung, die am 26. Februar endet, werden Werk und Leben ausführlich dokumentiert.

Gottfried Sello