Jörg Andrees Elten: Deutschlands junge Millionäre – und wie sie es schafften, Nannen-Verlag, Hamburg 1966, DM 8,80.

Kann ein Schuhputzer oder Zeitungsjunge auch heute noch ein Millionenvermögen zusammentragen und innerhalb von zehn oder zwanzig Jahren ein Unternehmen mit Tausenden von Mitarbeitern aufbauen? Wer Ideen hat, Initiative und Ausdauer besitzt, schafft es vielleicht auch in den sechziger Jahren noch. Größere Chancen boten sich auf alle Fälle in der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Kriege. Aber auch die Zahl derjenigen, die damals die Chancen erkannten und heute als Selfmade-Millionäre in der Bundesrepublik leben, ist gering.

Jörg Andrees Elten hat die Karriere von zehn jungen Millionären unter die Lupe genommen. Sie erhielten 40 Mark, wie alle anderen, und sie waren ebenso unterernährt und schlecht gekleidet wie ihre Mitbürger. Aber sie haben es irgendwie geschafft. Wie – diese Frage versucht Elten zu beantworten. Was sind das für Menschen, wie haben sie angefangen, und wie leben sie heute – genießen sie ihren Reichtum oder hetzen sie immer weiter dem Geld nach?

Spannend und unterhaltend erzählt Elten die Geschichte des Möbelversenders Arzberg, des Juweliers Keller, des Textilmillionärs Ralph Louisoder und der anderen, die durch harte Arbeit und Ideen zu Geld gekommen sind. Der Leser erfährt dabei nicht nur, wie diese jungen Unternehmer die Chancen einer freien Wirtschaft genutzt haben, sondern auch, welchen Arbeitsstil diese Männer haben und wie sie ihre Freizeit verbringen. mj.

Der Fertighauskatalog, Fachschriftenverlag GmbH, Fehbach/Stuttgart, 540 Seiten, brosch. DM 18,–.

Fertighäuser haben zwar immer noch nicht das Bauen so verbilligt, wie man es erhofft hatte, trotzdem bieten sie dem Bauherrn schon heute manche Vorteile. Dazu gehört vor allem der feste Preis und die kurze Bauzeit. Inzwischen ist das Angebot an Haustypen auch so reichlich, daß jeder, der sich zum Kauf eines Fertighauses entschließt, ein Haus finden kann, daß seinen Wünschen entspricht.

Den Überblick über das breite Angebot erleichtert der vom Fachschriftenverlag herausgegebene Fertighauskatalog, der alle gängigen in- und ausländischen Fabrikate vorstellt, ob es sich um Wochenend- oder Landhäuser, Bungalows, Reihenhäuser oder Atriumhäuser handelt; hinzu kommen Industrie-, Sozial- und Kommunalbauten wie Fabrikhallen, Bürogebäude und Schulen. Jeder Haustyp wird mit Bild, Grundriß und Baubeschreibung vorgestellt, eine Preistabelle liegt bei. Sie wird alle zwei Monate ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht.

In einem Aushang werden für den Bauherrn so wichtige Fragen wie Finanzierung, Wartungskosten, Belehrung und Gesamtkosten behandelt. Der vorliegende Katalog kann die Qual der Wahl stark erleichtern und gibt einen besseren Überblick über das Angebot als die Prospekte einzelner Firmen. mj.