Ebenso wie die Deutsche Mark ist jetzt auch der französische Franc voll konvertierbar geworden. Das bedeutet, daß er von jedermann in beliebiger Höhe im In- und Ausland in fremde Währungen eingetauscht werden kann, ohne jede Kontrolle der Währungsbehörden.

Aber nicht nur der Franc, auch der private Goldverkehr wurde von allen Beschränkungen befreit. In Frankreich durfte man zwar schon seit 1948 im Inland in beliebigem Umfang Gold kaufen und verkaufen. Es war aber verboten, Gold über die Grenze zu schaffen.

Ausländer können jetzt auch Aktien und Grundstücke ohne Genehmigung erwerben und bei den Banken nach Belieben Guthaben unterhalten. Nur der Kauf von Industrie- und Handelsunternehmen (außerhalb des Aktienerwerbs) oder die Errichtung ausländischer Niederlassungen, muß nach wie vor vom französischen Wirtschafts- und Finanzministerium genehmigt werden.

Es gibt nur wenige Länder auf der Welt, bei denen der Kapitalverkehr und der Goldhandel völlig frei ist. Hierzu gehört außer Frankreich vor allem die Bundesrepublik, die schon seit Jahren ihren Kapitalverkehr von allen Beschränkungen befreit hat. Auch die Schweiz und die Beneluxländer kennen keine Beschränkungen.

In allen anderen Ländern unterliegt die Ein- und Ausfuhr von Zahlungsmitteln oder Gold mehr oder weniger strengen Beschränkungen. In den USA und England ist jeder private Goldbesitz verboten. Ausnahmen gelten nur für Münzsammler. Sie dürfen eine beschränkte Anzahl Goldmünzen erwerben. In England wurde von der Labourregierung die Ausfuhr von Reisezahlungsmitteln für Touristen auf jährlich 50 Pfund beschränkt. Bei den Entwicklungsländern und im Ostblock unterliegt die Ein- und Ausfuhr eigener und fremder Währungen scharfen Kontrollen. mj