Zum erstenmal wurde in einem bewohnten Gebiet auf der Erde eine atomwaffenfreie Zone geschaffen. Nach vierjährigen Verhandlungen einigten sich die 21 Staaten Lateinamerikas und der Karibischen See (außer Kuba), ihre Länder von Kernwaffen freizuhalten. Sie dürfen allerdings Atomsprengstoff für friedliche Zwecke produzieren und auch "friedliche" Explosionen auslösen. Schrittmacher des Abkommens war Mexiko.

Die Vereinigten Staaten begrüßten zwar die Vereinbarung, wollen sie jedoch nicht garantieren, weil auch die amerikanische Besitzung Puerto Rico in das Abkommen einbezogen wurde. Großbritannien und Frankreich, die im karibischen Raum ebenfalls noch territoriale Rechte besitzen, haben gleichfalls Vorbehalte erhoben. Die Sowjetunion will nur unterzeichnen, wenn die anderen Atommächte vorangehen.