Auch deutsche Forscher beteiligen sich jetzt an Versuchen, den Meeresboden bewohnbar zu machen. Mitarbeiter der Deutschen Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt haben, wie die "Umschau in Wissenschaft und Technik" meldet, Pläne für ein Unterwasserhaus fertiggestellt, das bei Helgoland auf dem Meeresgrund verankert werden soll.

Unterwasserhäuser wurden bereits von amerikanischen und französischen Wissenschaftlern erprobt. Amerikaner lebten bei den Untersuchungen des Projekts "Sealab" mehrere Monate lang in einer Tiefe von 65 Metern. Franzosen bewohnten drei Wochen lang ein Haus, das 100 Meter unter dem Meeresspiegel aufgestellt worden war.

Da das deutsche Haus in der Nordsee versenkt werden soll, ergaben sich für die Konstrukteure einige Probleme, die Amerikaner und Franzosen nicht zu berücksichtigen brauchten. So machten es die in der Nordsee oft plötzlich auftretenden heftigen Stürme erforderlich, dem Haus eine besonders große Standfestigkeit zu geben. Infolge der niedrigen Wassertemperatur mußten die Konstrukteure das Haus gut isolieren und für wirksame Heizung sorgen.

Das 20 Tonnen schwere Haus ist neun Meter lang und 2,50 Meter breit. Drei bis vier Personen soll es für längere Zeit Unterkunft bieten können.

Unter Mitwirkung der Biologischen Anstalt Helgoland soll das Unterwasserhaus zunächst in zehn Meter Tiefe, später 60 Meter unter dem Meeresspiegel verankert werden. Die Pläne sehen vor, daß das Haus aber auch bis 100 Meter Wassertiefe gebrauchsfähig ist. Ls