Durch Östrogen gebremst

Um das Wachstum allzu hoch aufschießender junger Mädchen zu bremsen, empfiehlt der französische Arzt Dr. J. C. Bader eine Behandlung mit dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen. Eine solche Behandlung hält Bader für angezeigt, wenn ein Mädchen voraussichtlich größer als 1,75 Meter wird.

Die Östrogen-Behandlung muß freilich vor Einsetzen der Pubertät beginnen. Dadurch wird die Pubertät vorverlegt, und das Wachstum hört früher auf, als es normalerweise der Fall gewesen wäre. Die Behandlung soll so lange fortgesetzt werden, bis das Wachstum mit Sicherheit gestoppt ist.

Das schwierige Problem, umherziehende Nomaden vor Malaria-Erkrankungen zu schützen, scheint jetzt in Persien gelöst worden zu sein. In einem Versuchspr.ojekt, das zuerst 1500 Nomaden umfaßte und später auf über 17 000 Personen ausgedehnt wurde, mischten Ärzte dem Kochsalz der Nomaden eine geringe Menge des Antimalaria-Mittels Chloroquin bei.

Zu Beginn des Unternehmens waren 18,7 Prozent der wandernden Versuchspersonen mit Malaria-Erregern infiziert. Nach einem Jahr fanden sich nur noch bei 0,11 Prozent Malaria-Erreger. Es wurden keine neuen Malariafälle bei Personen über zwei Jahren mehr beobachtet. Die Kosten des Programms betrugen umgerechnet eine Mark pro Person und Monat.