Sehr sehenswert:

Bereits besprochen: "Die Gräfin von Hongkong", von Charlie Chaplin. Die Konfession eines alten Mannes, Komikers und Filmmachers, ein Blick zurück auf die Gefühle und das Kino von einst. "Fahrenheit 451", von François Truffaut. Kein science-fiction-Film, sondern ein Film über science-fiction, das heißt, über das Wesen gewisser zivilisatorischer Zwangsvorstellungen. "Abschied von gestern", von Alexander Kluge. Eine kinematographische Entdeckungsreise in ein Stück deutscher Gegenwart und Geschichte. "Wilder Reiter GmbH", von Franz-Josef Spieker. Eine komische Lektion über zeittypische Sehgewohnheiten und Sehfehler.

Sehenswert:

Bereits besprochen: "Der Gentleman-Zinker", von Jack Smight. Der Regisseur, der den Schwarzen Film ein wenig regenerierte, huldigt hier dem ebenfalls aus der Mode gekommenen Genre der Kriminalkomödie.

Ferner laufen:

"Herzkönig" (Le Roi de coeur), von Philippe de Broca. Der Regisseur von "Le Farceur" und "L’Homme de Rio" bot bisher "reine Unterhaltung", Film-Film, doch mit einem Bodensatz von Bitterkeit. Der erste Film, den er als sein eigener Produzent, in voller Freiheit, drehte, zielt weiter und trifft kürzer. Im Ersten Weltkrieg besetzten die Insassen eines Irrenhauses einen von seinen Einwohnern wie von den Truppen beider Seiten verlassenen Ort und feierten einen mit Sonderauftrag entsandten schottischen Soldaten (Alan Bates) als ihren König. Am Ende kommen die Normalen wieder und setzen den Krieg fort; der Soldat, wiewohl als Held gefeiert, schlägt sich zu den Irren. Moral: Die Verrückten sind weniger verrückt als die Normalen, deren Kriege ein Irrsinn, wie ihn die Irren nicht zu ersinnen vermöchten. Diese (nicht zu bezweifelnde) Wahrheit hätte sich filmisch auf dem Niveau von Godards "Les Carabiniers" und Mekas’ "Hallelujab the Hills" konkretisieren müssen. Bei de Broca bleibt sie auf gesetzte Botschaft. Den Irrsinn der Normalen zelebriert der Film so artig-putzig und verspielt wie den der Verrückten.

"Katz und Maus", von Hansjürgen Pohland. "Der Tod eines Doppelgängers", von Rolf Thiele. "Jagt den Fuchs", von Vittorio de Sica. "Made in Italy", von Nanni Loy. "Seitensprung auf italienisch", von Pasquale Festa Campanile. "Unser Boß ist eine Dame", von Dino Risi. "Hier war ich glücklich", von Desmond Davis. "Finger weg von meiner Frau", von Norman Panama. "Der Mann, der zweimal lebte", von John Frankenheimer. "Nicht so schnell, mein Junge", von Charles Walters.