Uwe Nettelbeck: „Was bleibt, ist peinlich“, ZEIT Nr. 7

Ihrem Filmrezensenten muß in puncto J. Pohlands „K&M“ auch von ganz privater Danziger Seite leider beigepflichtet werden. Ich sah den Film Ende voriger Woche in einem fast leeren Saal. Formal – ein enttäuschender Co-Autorfilm, nicht mehr.

Den eingeborenen Danziger („Storchenhaus“), aktiven Kaschubologen, interessierte, nach vier Dezennien Zoppotaufenthalt, fast noch mehr die sachliche Seite. Drehbuchverfasser und Regisseur haben weder das damalige noch das heutige Danziger Milieu getroffen. Und dann falsche Details jede Menge: im Danziger Benimm, Gehabe, in den Reaktionen, im Danziger Slang, in der Aussprache von Namen, usw. Ei er dir – sagt der Danziger zu so was nur.

Sigmund W. v. Szremouwicz, Bremen

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Warum bedient sich Uwe Nettelbeck so penetrant häufig des Namens „Polen“? Warum spricht er nicht von „Danzig“?

Ursula Goertz, Braunschweig