Auch im Geschäftsjahr 1966 haben sich die Reeder wieder als pünktliche Zahler erwiesen, wie ihnen die Hamburgische Landesbank – Girozentrale – mit deren Hilfe ein beträchtlicher Teil der deutschen Handelsflotte finanziert worden ist, bescheinigt. Die fälligen Zinsen für Schiffshypotheken wurden voll bezahlt; die Tilgungsraten, abgesehen von geringen Beträgen, die gestundet wurden, ebenfalls fristgerecht erfüllt.

Was für die Schiffahrt gilt, trifft auch auf die anderen Kreditnehmer zu. Die Zahlungsmoral ist offensichtlich besser, als es die Konjunkturlage vermuten läßt.

Natürlich war auch das mit einen! Emissionsrecht ausgestattete Hamburger Institut nicht in der Lage, alle langfristigen Kapitalwünsche der Schiffahrt und Industrie voll zu erfüllen. Deshalb nahm das kurz- und mittelfristige Kreditvolumen unverhältnismäßig viel stärker zu als die langfristigen Ausleihungen. Unter den kurzfristigen. Krediten befinden sich vorfinanzierte Investitionsvorhaben, deren Umschuldung sichergestellt ist.

Für die Bank selbst ist die gute Schuldnermoral eine angenehme Sache, weil das Kreditgeschäft nur durch geringe Ausfälle belastet wurde. So konnte sie sich des kräftig ausgedehnten Kreditvolumens ungetrübt erfreuen, wie sich an den Gewinnen unschwer ablesen läßt.

K. W.