Der Ropotamofluß südlich von Burgas gibt den Namen für einen neuen Kurortkomplex, der doppelt so groß wie „Goldstrand“ und „Sonnenstrand“ zusammen werden soll. An der 33 Kilometer langen Küste, auf kleinen Inseln, Halbinseln, zwischen Felsen und am Sandstrand wird es bald 50 000 Betten geben. Entstehen soll ein Klein-Venedig. Flüsse und Seen werden untereinander und mit dem Meer durch Kanäle verbunden. Etwa die Hälfte des Komplexes besteht aus niedrigen Hotels und Motels, Villen und Bungalows; die andere Hälfte: Hochhäuser und Bungalows. Pflanzenwelt und das Urwüchsige der Landschaft sollen erhalten bleiben. Hubschrauber werden die in Burgas eintreffenden Gäste bis Ropotamo befördern. Die ersten 13 000 Betten wird man in der Nähe von Kap Maslen Nos am Ufer einer stillen Meeresbucht und eines großen Sees in terrassenartig angelegten Hotels finden. Einige Hotels werden auf einer künstlichen Insel im Meer und direkt über dem Wasser, wie vorgeschichtliche Pfahlbauten, angelegt. Bei Arcutino, an der Einmündung des Ropotamoflusses ins Meer, gibt es einen FKK-Strand für Urlauber aus dem westlichen Ausland. Er liegt 30 Minuten vom Motel und den Campinghäusern entfernt. Man kann ihn auch im Boot erreichen. Arcutino hat auch einen Textilstrand, der von Polen, Tschechen und mitteldeutschen Urlauebrn besucht wird. Gegen eine geringe Strandbenutzungsgebühr können sie den FKK-Strand aufsuchen.

Wellen, Wasser, Westerland

Das Nordseeheilbad Westerland steigerte seine Gästezahlen von 1964 bis 1966 um 39 Prozent. 1966 gab es 1 080 721 Übernachtungen. Für 1967 sind die Anfragen um 12 Prozent höher als im Vorjahr. Auf das Winterhalbjahr 1965/66 entfielen 142 000 Übernachtungen. 1967 wird es keine Preiserhöhungen geben. Das Meerwasser-Wellenbad erwartet Ende März den 750 000. Besucher. Er wird eine Freikarte für das Bad auf Lebenszeit erhalten. Das neue Kurzentrum wird 1969 fertig sein. Die Kosten für dieses Kurzentrum: etwa 45 bis 50 Millionen Mark.

Benzingutscheine für Jugoslawien

Die Jugoslawen geben für die neue Saison wieder Benzingutscheine aus. Die Staffelung in Gutscheine zu fünf, zehn und 20 Liter wird beibehalten. Die Preise erhöhen sich um etwa zehn Prozent (ein Liter Super 53 Pfennig).