Nina Grunenberg: „Der Rabbi und der Kardinal“, ZEIT Nr. 7

In diesem Land geschieht wieder, was den Juden schon immer zum Verhängnis wurde. Sie lassen sich schlagen und entschuldigen dazu noch den Schläger.

Robert-Maurice Krauthammer, Zürich

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Solange nicht jedem von uns selbstverständlich ist, daß der Mord eines Menschen moralisch so schwer wiegt wie der Mord von tausend oder Millionen Juden, solange wird es keine Brüderlichkeit geben. Es wäre sittlich sauberer gewesen, die Woche der Brüderlichkeit abzusagen, sofern sich der Kardinal von diesem Satz nicht distanziert, als seinen „Segen des Allerhöchsten“ für die „jüdischen Brüder“ anzunehmen.

Ich sollte wohl hinzufügen, daß ich im Sinne des Globke-Kommentars „rein arisch“ bin.

Dr. Jochen Wettberg, Beerfelden/Odenwald