Eine Art Do-it-yourself-Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs hat eine Forschungs- und Entwicklungsfirma in New York – „Nuclear Research Associates“ – ausgearbeitet. Das Programm soll verhindern, daß Lungenkrebserkrankungen weiterhin – wie es heute leider der Fall ist – bei der überwiegenden Mehrzahl der Patienten erst in einem Stadium entdeckt werden, in dem die Aussichten auf Genesung bereits stark gesunken sind.

Das Programm sieht vor, daß an Gesundheitsvorsorge interessierte Personen den ersten Teil des Tests selbst vornehmen: die Entnahme des Untersuchungsmaterials. Die Ausrüstung besteht aus einem Stück Kunststoffschlauch, an dessen Ende eine Vorrichtung zur Aufnahme von Schleim angebracht ist. Aufgenommen werden soll damit der Auswurf, der morgens nach dem Aufwachen aus der Tiefe herausgehustet wird. Die Lungenzellen, die darin enthalten sind, werden in der Aufnahmevorrichtung schonend abgetötet und für die spätere mikroskopische Untersuchung konserviert.

Im Untersuchungslaboratorium bereitet ein Spezialgerät die Proben zur mikroskopischen Prüfung vor, bei der festgestellt werden soll, ob das Präparat Krebszellen enthält. Ein besonders programmierter Computer führt diese Untersuchung aus. Der Computer vermag die Proben tausendmal schneller auf Krebszellen durchzusehen als ein geschulter Laborant.

Einige tausend Versuchspersonen wurden in den letzten zwei Jahren nach diesem Verfahren auf Lungenkrebs getestet. Die Ergebnisse werden als befriedigend bezeichnet. Kosten pro Person: Etwa fünf Dollar. Jetzt prüft die US Food and Drug Administration, die amerikanische Überwachungsbehörde für Lebens- und Arzneimittel, das Testverfahren. E. L.