Achmed Sukarno, seit 21 Jahren Staatschef über 110 Millionen Indonesier, wurde nach zähem Ringen von der Armee entmachtet. Er übertrug seine ohnehin schon sehr beschnittenen Amtsvollmachten auf General Suharto, behielt aber den Titel eines Staatsoberhauptes.

Alfred Pollak, der Leiter der Treuhandstelle für den Interzonenhandel, will an der Eröffnung der Leipziger Frühjahrsmesse teilnehmen.

Kurt Georg Kiesinger, Bundeskanzler, läßt im Rainer-Wunderlich-Verlag zu Tübingen ein 240 Seiten starkes Buch erscheinen. Titel: „Gedanken eines Politikers“.

Henry Luce, amerikanischer Zeitschriften-Verleger, starb am Dienstag im Alter von 68 Jahren auf seinem Landsitz in Phönix/Arizona. Zu seinem Verlagsimperium gehörten das Nachrichtenmagazin Time die Illustrierte Life, die Wirtschaftszeitschrift Fortune, acht Rundfunk- und Fernsehstationen und zwei Papierfabriken. In zweiter Ehe war er verheiratet mit der Journalistin und Botschafterin Claire Boothe-Luce.

Der Nizam von Haiderabad, vermutlich der reichste Mann der Welt, starb 80jährig in seinem Palast, wo er in einem kleinen, dürftig eingerichteten Zimmer lebte. Der Fürst, bis 1947 Herr über 18 Millionen Inder, hinterließ 42 Frauen, 37 Kinder und fünfzig Enkel.

Erich Koch, der frühere NS-Gauleiter von Ostpreußen, machte in einem Interview aus einem polnischen Gefängnis von sich reden: Er behauptete, das berühmte Bernsteinzimmer aus dem Zarenschloß bei Leningrad sei bei Kriegsende in Königsberg vergraben worden. Die Sowjets begannen unverzüglich, nach den Schätzen zu bohren, die in zwei Bunkern unter Haustrümmern liegen sollen.