Wolfgang Krüger: „Werden die Renten zu teuer?“ ZEIT Nr. 6

Der Verfasser stellt bereits fest, daß die Lebenserwartung heute höher ist als früher. Aber auch die beruflichen Ausbildungszeiten und die Schul- und Studienzeiten sind länger geworden. Ein natürlicher Ausdruck dieses wichtigen Vorgangs: Viele Ruheständler verbleiben trotz guter Versorgung noch einige Jahre im Erwerbsleben.

Man sollte alle Altersgrenzen heraufsetzen. Der Staat spart dann ein oder zwei Jahrgänge an Pensionen und Renten, ein Betrag, der schätzungsweise mit drei bis vier Prozent ihrer Gesamtsummen zu veranschlagen ist. Bei den Renten folgt danach ein laufender zusätzlicher Beitragseingang.

Das ist eine gut realisierbare Möglichkeit, über den „Rentenberg“ hinwegzukommen und die Finanzsorgen des Bundes und der Länder, der Post, der Eisenbahn, und so weiter zu erleichtern. Volkswirtschaftlich entstünde eine Mehrleistung. Diese kann nur willkommen sein und würde sich als besonders segensreich erweisen, wenn wir über konjunkturelle Schwierigkeiten hinwegkommen müssen.

C. Sperling, Salzgitter

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Ich glaube, daß Ihr Aufsatz einen beachtenswerten Beitrag zur derzeitigen Diskussion über die künftige Entwicklung unserer Rentenversicherung darstellt.