Wer war’s? Der mißtrauische Menschenverächter, der so große Furcht vor Krankheiten, Dieben, Vermögensverwaltern hatte, war Arthur Schopenhauer (1788–1860), der Begründer des metaphysischen Pessimismus. Und mit dieser Antwort auf die Frage in der vorigen Ausgabe verabschiedet Tratschke sich vorerst von den Lesern der ZEIT. Er bedankt sich für die stete, rege Anteilnahme und läßt sich, nachdem er länger als ein Jahr seine Rätselgeschichten aus der Geschichte erzählt hat, nun von einem den meisten ZEIT-Lesern gewiß nicht unbekannten Kollegen einer anderen Fakultät ablösen. Tratschke geht. Zweistein kommt wieder.

Die ersten fünfzig Tratschke-Geschichten mit ihren fünfzig Fragen nach Persönlichkeiten aus Literatur, Musik, Wissenschaft und Geschichte sind jetzt in einem Buch gesammelt, zum Lesen, Raten, Nachdenken; und dabei wird noch einmal der Ernst in diesem Spiel deutlich. Tratschke hat nichts „enthüllt“, hat keiner historischen Persönlichkeit „die Maske vom Gesicht gerissen“; seine Geschichten sind letzten Endes nichts anderes als Ausdruck einer menschlichen, deshalb erträglicheren und gültigeren Geschichtsauffassung, frei von Pathos, ohne falsche Heroisierung.

„Die Großen, wie sie keiner kennt“ (Econ-Verlag; 224 Seiten, 14 DM) heißt das Buch mit den Tratschke-Geschichten und mit 26 Zeichnungen, in denen ein Augenzwinkern mit der Dame Klio gewechselt wird.