Die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Königreich Jordanien und der Bundesrepublik Deutschland wurden wieder aufgenommen. Der Irak richtete ein Generalkonsulat in Ostberlin ein. Jordanien rief nach scharfen Angriffen des ägyptischen Staatspräsidenten gegen König Hussein seinen Botschafter aus Kairo ab. Eine libanesische Zeitung berichtete über einen unterirdischen Atomexplosionsversuch in der israelischen Wüste Negev. Die Gedenkrede bei der Beisetzung Robert Oppenheimers in Princeton hielt George Kennan. In den Vereinigten Staaten wurde zum erstenmal eine atomgetriebene Rakete erfolgreich erprobt.

Aus allen Rohren

Mit Land- und Schiffsartillerie beschossen die amerikanischen Streitkräfte Gebiete in Nordvietnam. US-Verteidigungsminister Robert McNamara bestritt Meinungsverschiedenheiten mit Außenminister Dean Rusk über den Luftkrieg in Indochina. Die Vietcongs griffen einen US-Stützpunkt mit sowjetischen Raketenwerfern an. Peking äußerte sein Mißfallen über eine gewisse Verhandlungsbereitschaft der Nordvietnamesen gegenüber den USA.

Deutsche Persönlichkeiten

Der tote SPD-Politiker Fritz Erler erhielt in Pforzheim ein Staatsbegräbnis. Zusammen mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Hans-Jürgen Wischnewski, begab sich Bundespräsident Heinrich Lübke auf eine längere Reise nach Südkorea, Nepal, Afghanistan, Thailand und Malaysia. In München wurden der Publizist Armin Mohler, der Schriftsteller Bernt von Heiseler und Professor Ludwig Freund mit dem Konrad-Adenauer-Preis ausgezeichnet. Das Hamburger Oberlandesgericht wies den Anspruch der Frau Anna Anderson auf Anerkennung als jüngste Zarentochter Anastasia zurück.

Ostpolitik

Willy Brandt benutzte zum erstenmal öffentlich den Namen „DDR“. In Bonn und Belgrad vermehren sich die Anzeichen für eine Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Jugoslawien. Das Volkswagenwerk und die französische Simca-Gesellschaft bewarben sich um die Erlaubnis zum Bau einer Automobilfabrik in Jugoslawien.