Rolf Italiaander: Die Friedensmacher, J. G. Oncken Verlag, Kassel; 240 Seiten, geb. 14,80 DM, kart. 12,80 DM

Seit dem Beginn unseres Jahrhunderts wird alljährlich der von Alfred Nobel gestiftete Friedensnobelpreis verliehen. Unter seinen Preisträgern befinden sich drei Neger: der Sekretär der Vereinten Nationen, Ralph Bunche, der amerikanische Negerführer Martin Luther King und der südafrikanische Zuluhäuptling Albert-Luthuli. Das Leben dieser drei Männer schildert Rolf Italiaander in drei Biographien.

Dem Verfasser geht es jedoch um mehr als um eine biographische Darstellung der drei schwarzen Preisträger. Für ihn sind sie die Avantgardisten, die Vorkämpfer einer Versöhnung zwischen der weißen und der schwarzen Rasse. Er appelliert leidenschaftlich an seine Leser, die Versöhnungsangebote der dunkelhäutigen „Friedensmacher“ aufzugreifen, ehe es zu spät ist, ehe sie von radikalen Elementen im schwarzen Lager weggeschwemmt werden und es zum offenen Kampf zwischen den Rassen kommt.

Der interessierte Leser findet neben dem politischen Appell jedoch lebendig geschriebene Porträts von drei Persönlichkeiten, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte unserer Zeit spielen, mit interessantem und teilweise auch neuem Material. Peter Grubbe