Sehenswert:

„Man nannte ihn Hombre“, von Martin Ritt. Der beste Western seit Jahren, genauer: seit Sam Peckinpahs „Sacramento“. Ein weißer Apache gerät in die Auseinandersetzung um eine Satteltasche voller Dollars, die der Leiter eines Indianerreservats unterschlagen hat. Seine Chance gegen die Bande, die es auf das Geld abgesehen hat, ist minimal, aber er wahrt sie, indem er sich nicht an die Spielregeln des Genres hält. Erst zum Showdown tritt der Apache wie ein Westerner an – das kostet ihn das Leben. So wenig geschwätzig wie die kargen Dialoge sind die Bilder dieses Films, und jede seiner Einstellungen führt vor, warum der Western trotz der zahlreichen Europäischen Imitationen eine Domäne Hollywoods geblieben ist und bleiben wird. Mit Paul Newman, Fredric March und Richard Boone.

„Kanonenboot am Yangtse-Kiang“, von Robert Wise. Noch deutlicher als Richard Brooks in seinem Western „The Professionals“ kommentiert und verurteilt Robert Wise in diesem Film den Einsatz der USA in Vietnam.

Ferner laufen:

„Zwei Wochen im September“, von Serge Bourguignon. „Lotusblüten für Miss Quon“, von Jürgen Roland. „Die Nacht der Generale“, von Anatole Litvak. „Anruf für einen Toten“, von Sidney Lumet. „Rockys Messer“, von Joachim Mock. „Der Tod eines Doppelgängers“, von Rolf Thiele. „Kopfstand Madame“, von Christian Rischert. „Herzkönig“, von Philippe de Broca. „Die Rückkehr der glorreichen Sieben“, von Burt Kennedy. „Zärtliche Haie“, von Michel Deville.

Ärgerlich:

„Das älteste Gewerbe der Welt“, von Franco Indovina, Mauro Bolognini, Philippe de Broca, Claude Autant-Lara und Michael Pfleghar. Fünfmal verfilmte Prostitution, fünfmal prostituierter Film. Die sechste Episode, die die fünf anderen dementierte, die von Jean-Luc Godard, ist sehr sehenswert, aber leider nicht zu sehen: Der Verleih hat sie abgeschnitten.