Wirtschaft

Aus Unternehmungen

Grundkapital 200 (200) Millionen; Beschäftigte 3248 (3282); Reingewinn 15 3 (14 3) Millionen; Dividende 8 (8) Prozent.

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DIE ZEIT

Bonns atlantische Sorge

In der kommenden Woche beginnt in Genf die nächste Runde der Verhandlungen über den Atomsperrvertrag. Bonn schaut diesmal gelassener zu.

Offene Tür für Albion?

In Downing Street und in Checquers, dem Landsitz des Premiers, hat sich das britische Kabinett am letzten Wochenende zu einem „Ja“ durchgerungen.

Zeugin aus dem Kreml

Zum Goldenen Jubiläum der bolschewistischen Oktoberrevolution wurden viele Bücher geschrieben. Aber kein Buch wird seinem Verleger so viel Geld einbringen wie die Memoiren der Swetlana Allelujewa.

Der nervöse Minister

Das Gewitter hat sich nicht entladen, die Auseinandersetzung zwischen Wirtschaftsminister und Industrie ist ebenso rasch abgeklungen, wie sie begonnen hatte.

ZEITSPIEGEL

Cassius Clay, vor Jahren noch als „Großmaul“ belächelt, gleichwohl von seinen Gegnern gefürchtet, kam dieser Tage zu unverhofften Ehren: Die Londoner Times widmete ihm einen Leitartikel, weil er den Kriegsdienst verweigert hat.

Majestät auf Abruf

Noch hüllt sich das Orakel von Delphi in Schweigen: Hätte Griechenlands König die Demokratie retten können, wenn er, der Oberbefehlshaber der Armee, den putschenden Generälen das Handwerk gelegt hätte? Oder hätten die Offiziere, die sich königstreu nennen, den Monarchen aus dem Lande gejagt? Was wäre geschehen, wenn .

Noch draußen vor der Tür

Harold Wilson hat alle Widerstände überwunden und ist entschlossen, Großbritannien zum Mitglied des Gemeinsamen Marktes zu machen, sofern das Geben und Nehmen der Verhandlungen zu diesem Resultat führt.

expo 1967

Die Erwartungen waren hochgeschraubt – und wurden noch übertroffen. Während der ersten drei Tage sahen mehr als eine Million Besucher bei strahlendem Sonnenschein auf den Inseln im St.

Geplänkel in Bonn

De Gaulle eröffnete nach einigen Begrüßungsworten das Geplänkel mit der Bemerkung: „Seit wir uns das letztemal gesehen haben, hat sich manches in der Welt geändert.

Konfusion in Karlsbad

So wenig Pomp für so viel Prominenz und so bescheidene Ergebnisse bei so großer Bemühung gab es selten bei einer kommunistischen Gipfelkonferenz: Nicht einmal eine Fahne wehte auf dem Karlsbader Hotel "Imperial", wo sich letzte Woche die Chefs von vierundzwanzig kommunistischen Parteien Ost- und Westeuropas vier Tage lang um europäische Sicherheit bemühen wollten – aber nach drei Tagen schon auseinandergingen.

Vollmachten für den General

Generäle haben gelernt, dem Gegner Terrain und Termin der Schlacht aufzuzwingen. De Gaulle handelte nach diesem Rezept, als er dem Parlament einen Fehdehandschuh hinwerfen ließ, der die Opposition schon in den nächsten Wochen unausweichlich zur Kraftprobe zwingt.

„Hilfe an Beta?“

Für eine deutsche Premiere sorgte am letzten Wochenende eine Gruppe von fünfzig jungen Politologen höherer Semester. Die Uraufführung fand in den Seminarräumen des Berliner Otto-Suhr-Institutes statt.

Lemkes komplizierter Sieg

Knapp eine Woche lang sah es aus, als habe Helmut Lemke, der alte und neue Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, keine Navigationsschwierigkeiten.

Atomdebatte in Moll

Helmut Schmidt statuierte ein Exempel. Auf der Regierungsbank herrschte gähnende Leere, das Parlament war dünn besetzt, als der Präsident dem SPD-Fraktionsvorsitzenden das Wort erteilte.

Johnsons Versprechen

Präsident Johnson hat den angenehmen Eindruck seines Gesprächs mit dem Bundeskanzler durch einen herzlichen Brief an Kiesinger demonstrativ hervorgehoben.

Koalitions-Kopfschmerz

Brandt wies darauf hin, daß die Partei schon bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern nicht mehr so gut abgeschnitten habe, wie sie es wegen voraufgegangener Erfolge erwartet hatte, Und diese beiden Landtagswahlen hätten noch vor der Gründung der Großen Koalition stattgefunden.

Wolfgang Ebert:: Der Kanzler: Wählt SPD

Die letzten Landtagswahlen haben die SPD verstört gemacht; in der Haut der CDU möchte aber auch keiner stecken. Weitere Siege solcher Art wären eine Katastrophe – denn sie könnten die SPD wieder in die Opposition befördern.

Nachgerückt für Adenauer

Was kam denn da ins Haus?“ werden (mit Lope de Vega) manche Bonner Beobachter fragen, wenn Frau Dr. Helga Wex ihre Jungfernrede vor dem Bundestag hält.

Neue Kriegsphase im Jemen

Jugendliche Demonstranten stürmten vorige Woche die US-Botschaft und die Zentrale der amerikanischen Entwicklungshilfe in der jemenitischen Stadt Taizz.

De Gaulle fordert Vollmacht

Das Verlangen des französischen Staatspräsidenten nach Sondervollmachten für soziale und wirtschaftliche Reformen wird die Regierung Pompidou möglicherweise in Schwierigkeiten bringen.

Namen der Woche

Dr. Eva-Maria Probst, CSU, erster weibliche Vizepräsident des Deutschen Bundestages, starb mit 64 Jahren in der Bonner Universitätsklinik.

Wieder Todesopfer in Aden

Am letzten Sonntag fuhr ein mit englischen Schulkindern besetzter Bus in der Kronkolonie Aden auf eine Mine, die ihn buchstäblich in Stücke riß.

Vietnam: Krieg bis zum Sieg

„Wir werden die kommunistische Aggression überwinden“ – siegesgewiß schmetterte es der Vier-Sterne-General in das Forum, und donnernder Applaus des Auditoriums antwortete ihm.

Von ZEIT zu ZEIT

Bundeskanzler Kiesinger hat der Sowjetunion die Verhinderung des Friedens in Europa durch starre Haltung vorgeworfen. Bundesaußenminister Brandt unterbreitete seinem französischen Kollegen Couve de Murville bei einem Routine-Treffen in Bonn Vorstellungen über eine europäische Friedensinitative.

UN können Schulden tilgen

Seit dem 12. April sind die Chancen gestiegen, daß sich die Vollversammlung der Vereinten Nationen endlich über die Finanzierung ihrer Friedensoperationen (peace keeping Operations) einigt.

Militärs sind Herr der Lage

Am Wochenende wehten die Fahnen in Griechenland auf halbmast – nicht weil die Demokratie dort eine Bataille verloren hat, sondern weil die Orthodoxen ihr Osterfest begingen.

Schwarz-weiße Idylle in Swasiland

Seinen nackten Oberkörper schmückten Perlenschnüre, sein Haar zierten graue Eulenfedern, seine Hand hielt eine Streitaxt, als König Sobhuzi II.

Terror zu Ehren des toten Kanzlers

Karl Marx und Ho Tschi-minh blickten schmunzelnd von der Wand der „Zentrale“. Zu ihren Füßen saß an rot drapiertem Tisch die Kölner SDS-Elite und erstattete Bericht: Acht Genossen waren – so hieß es – „mit dem taxifahrendem Proletariat“ kollidiert, das sich unbewußt, aber stetig von der „Klasse“ entfernt hatte und in der Nacht vom 24.

Bruderkampf

Ich bin Kroate!“ – sagte der 27 Jahre alte Franjo Goreta, als er am 30. August 1966 wenige Minuten nach der Ermordung von Sava Milovanovic, des Leiters der Stuttgarter Außenstelle des jugoslawischen Generalkonsulats, in einem Restaurant von Polizeibeamten neben der Leiche festgenommen wurde.

„Meine Polizisten prügeln nicht“

Aufmerksame hannoversche Zeitungsleser wunderten sich. Ausgerechnet die bürgerlichste ihrer drei Lokalgazetten veröffentlichte in ihrer auflagenstarken Wochenendausgabe – zwischen Verlobungs- und Geschäftsanzeigen – einen Aufruf höchst destruktiven Charakters.

Die bayrische Frage: Leber im Käs?

Die an Kummer und Vorstrafen gewöhnten bayerischen Metzger blicken mit sorgenumwölkter Stirn in die Zukunft. Wieder einmal, wie mit schöner Regelmäßigkeit seit 20 Jahren, ist eine der bajuwarischen Spezialitäten in das Schußfeld von Obrigkeit und Öffentlichkeit geraten.

Vor 22 Jahren

Das Bild ging um die Welt: Das verschmutzte, tränenfeuchte Gesicht eines Kindes, dem die blonden Haarstränen in die Stirn hängen, dessen Züge Verzweiflung und Angst ausdrücken.

Kom(m)ödchen um die Ecke

In der Nacht zum Freitag voriger Woche herrschte in der Düsseldorfer Altstadt Wehmut. Aber sie verwandelte sich, wie an dieser Stelle nicht anders möglich, in reine Freude: Das „Kom(m)ödchen“ der beliebten, berühmten Lorentz zog aus seiner alten, armen Kabarettklause aus und in ein neues, schönes Theaterchen ein.

Maghrebinische Geschichten aus Bonn: An Geschenke gewöhnt

Der Vater arbeitete sich vom Diener hoch zum Butler. Der Sohn brachte es weiter. Obwohl Nichtakademiker im allgemeinen versagt bleibt, in hohe Bonner Beamtenränge aufzurücken, avancierte er bis zum Regierungsdirektor.

Die Zensoren Ossietzkys

Das Gesamtwerk des letzten deutschen Friedens-Nobelpreisträgers, Carl v. Ossietzky, bleibt seinen Landsleuten in Ost und West, seit dem von den Nationalsozialisten verhängten Veröffentlichungsverbot, vorenthalten.

Das vergiftete Genie

Der Autor, wenn er von der Bundesrepublik spricht, setzt das Wort „freiheitlich“ in Anführungszeichen. Warum? Weil sein voriges Buch „Hitler – die Zerstörung einer Persönlichkeit“ von Presse und Buchhandel boykottiert worden sei.

Eisenhowers Erinnerungen

Der zweite Band von Eisenhowers Memoiren ist eine große Enttäuschung. Selten hat eine an Spannungen reiche Periode durch eine verantwortlich im Mittelpunkt stehende Persönlichkeit eine weniger fesselnde Darstellung gefunden.

Friedrich III. war unheilbar krank

Auf mehr als vierhundert Seiten hat Michael Freund die Krankheit und den Tod Friedrichs III., des zweiten Kaisers aus dem Hause Hohenzollern, geschildert.

Im Untergrund

Schon lange, bevor Hitler in Wien einmarschierte, war eine starke Gruppe in Österreich zur Illegalität verurteilt. Im Jahre 1934 hatten die Faschisten österreichischer Spielart die Macht ergriffen und die Sozialdemokratische Partei in den Untergrund gedrängt.

Gepflegte Unkollegialität

Es ist von einem Buch zu berichten, das lachen oder schmunzeln machen möchte, das aber zunächst traurig stimmen will: Aus achttausend Karikaturen, die sich mit flottem Stift des Gespanns Adenauer-Erhard und ihres von Liebe und Haß, Verehrung und Verachtung genährten Verhältnisses annahmen, hat Walter Henkels hundertachtundfünfzig (nicht hunderteinundsiebzig, wie der Verlag behauptet) ausgewählt, um sie in seinem neuen Bändchen „Ganz das Gegenteil“ zu vereinen, und es erweist sich, daß eigentlich der Hälfte der aufgenommenen Zeichnungen der Einfall mangelt, ohne den die Karikatur ihren Sinn verfehlt.

Für Soldaten

Dies Büchlein gehört zu den Werken, die ohne große Ansprüche auftreten, aber sehr nützlich sind. Der Wehrpflichtige erfährt hier alles, was er über seine Versorgung wissen muß: Sicherung des Arbeitsplatzes, Weiterführung der Sozialversicherung, Sicherung des Unterhalts, Urlaub und fürsorgerische Betreuung, Leistungen bei Verletzungen und an Hinterbliebene.

Der grimmige Marschall

Der Garde-Sergeant German Petrowitsch Schaschkow, der während der Kämpfe in der Innenstadt von Berlin halb verbrannt und verstümmelt von den sowjetischen Soldaten aus seinem abgeschossenen Panzer geborgen wurde, erhält von seinem Truppenführer, dem Marschall W.

Joseph Caspar Witsch

Der Tod, der die Zeit aussetzt, sprang ihn dreimal heftig an, dreimal vergebens; erst beim vierten Mal, in der tödlichsten aller Verkleidungen, als sanftmütiger Freund, erlag ihm Joseph Caspar Witsch, für den er die Zeit aussetzte.

Nach innen gerichtete Aufgaben

Nicht um den Segen der Götter oder die Gunst der Musen, um Gnade für die Erbauer und eine faire Chance für ihr Werk bat Oberbürgermeister Becker als erstes bei der Einweihungsfeier der neuen Städtischen Kunsthalle in Düsseldorf – er konnte dann um so besseren, privaten Gewissens bekennen, daß auch ihm das Äußere dieses Baus nicht gefalle.

Szenischer Angriff auf einen Mythos

Ein Theaterstück, das jeder kennt, enthält den Vorwurf, ein englischer König habe nacheinander neun Verwandte und Freunde ermordet.

ZEITMOSAIK

Mit 20 000 DM ist der Kulturpreis dotiert, den der Deutsche Gewerkschaftsbund in diesem Jahr Charlie Chaplin zugesprochen hat, dem großen alten Mann des komischen Kinos.

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