Europa im Juli 1936: Der Duce hatte sich das afrikanische Kaiserreich Abessinien angeeignet, Hitler die entmilitarisierte Zone des Rheinlandes besetzt und als „friedfertiger Führer“ zur Olympiade nach Berlin geladen – da brach hinter den Pyrenäen der Spanische Bürgerkrieg aus, einer der letzten blutigen Kämpfe innerhalb eines Volkes auf europäischem Boden. Er brachte einen General an die Macht, der das Land noch heute als einer der letzten europäischen Diktatoren regiert: Francisco Franco y Bahamonde.

Drei Jahre vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war die spanische Bruderschlacht zwischen Republikanern und Faschisten, eine der grausamsten der jüngeren Geschichte, für Hitler und Mussolini ein „großer Truppenübungsplatz“. Hier erprobten sie ihre neuen Waffen: die Stukas und die Fallschirmspringer.

Warum es zu diesem Krieg kam, wie er geführt wurde, auf welche Weise ausländische Mächte an ihm beteiligt waren, schildert der Dokumentarband „Der Spanische Bürgerkrieg in Augenzeugenberichten“, herausgegeben und eingeleitet von Hans-Christian Kirsch (Karl Rauch Verlag, Düsseldorf, 472 Seiten, Leinen, 24,80 DM). In seiner Nachbemerkung notiert der Herausgeber dieser Dokumentation: „Es ging vor allem darum, das Leiden des Menschen und die Bedrohung der Menschlichkeit erkennbar werden zu lassen und mahnend hervorzuheben. Von diesem Verfall der Humanität ist keines der beiden Lager verschont geblieben.“ – Unser Bild zeigt Franco bei einer Truppenbesichtigung. str.