Sehr sehenswert:

„Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter der Anleitung des Herrn de Sade“. Von Peter Brook. Mehr als ein großer Theaterabend: Die Kamera wird zum aktiven Interpreten der Inszenierung, das Theater zum Kino.

„Mahlzeiten“, von Edgar Reitz. Die Geschichte einer Ehe, die unter anderem an der Antibabypille scheitert, aber nicht, weil Elisabeth sie nimmt, sondern weil Elisabeth sie nicht nimmt.

„Die Geschöpfe“, von Agnes Varda. Bilder vom einfachen Leben und von der Unschuld, die deren Verlust ebenso bezeugen wie die Notwendigkeit, zu einer neuen Einfachheit und Unschuld zu gelangen.

Sehenswert:

„Man nannte ihn Hombre“, von Martin Ritt.

Und mehr als die Entdeckung des vermeintlichen oder wirklichen Mordes trifft ihn die Einsicht in das Wesen seiner Arbeit, die ihm die Mordphotos vermitteln. Deshalb ist es auch unerheblich, ob der Mord wirklich geschehen ist: Der Mann, der da vielleicht geschossen: hat, gleicht zu sehr dem, der da photographiert hat – Thomas hat seine Photos geschossen, die im Park wie die im Obdachlosenasyl oder die in seinem Atelier.