Eine einzigartige Anlage hat das kanadische National Research Council in Ottawa eingerichtet: eine Art Prüfstand, auf dem Hubschrauber unter naturgetreuen Bedingungen daraufhin getestet werden können, wie stark ihre Rotorblätter vereisen. Das Vereisen ist für Hubschrauber eine ernstzunehmende Gefahr. Verschiedene Enteisungssysteme wurden entwickelt. Aber es erwies sich als schwierig, ihre Wirksamkeit objektiv zu beurteilen. Das ermöglicht jetzt die Anlage in Ottawa.

Sie besteht aus einem Stahlgerüst an der Spitze eines Mastes. Das Gerüstwerk trägt feine Düsen. Durch diese Düsen strömt unter Druck Wasserdampf. Die Düsen erzeugen so in 15 bis 20 Meter Höhe über dem Erdboden eine ausgedehnte Wolke aus feinen Tröpfchen, in der bei Temperaturen unter null Grad Celsius gute Vereisungsbedingungen herrschen. Die zu testenden Hubschrauber fliegen in die Wolke hinein. Der Versuch kann jederzeit ohne Gefahr abgebrochen werden.

Bislang wurden 24 Hubschrauber auf diese Weise untersucht. Ein halbes Dutzend weitere Typen stehen für den kommenden Winter auf der Warteliste. -au