Die Operation verschlossener Blutgefäße ist der medikamentösen Behandlung bereits eindeutig überlegen, erklärte der Erlanger Chirurg Professor Gerd Hegemann auf einer Ärztetagung in Nürnberg. Solche Verschlüsse entstehen, wenn sich in einer ohnehin verengten Ader Blutgerinnsel (Thromben) bilden; das Grundleiden ist zumeist Arteriosklerose.

Vor wenigen Jahren noch suchten viele Chirurgen solche verstopften Arterien durch konservierte Leichen-Adern zu ersetzen. Doch diese Methode enttäuschte. Die überpflanzten Arterien wuchsen nicht ein.

Auf der Nürnberger Tagung gab Professor Hegemann einen Überblick über die inzwischen erfolgreichen Verfahren. Demnach werden verengte Blutgefäße im Bereich des Beckens am vorteilhaftesten durch Kunststoff-Adern ersetzt. Engpässe im Oberschenkel hingegen werden durch Venen des Patienten selbst überbrückt; sie werden Körperstellen entnommen, die auch ohne das entfernte Venenstück noch ausreichend durchblutet sind.

Eine dritte Möglichkeit ist schließlich die sogenannte Endarteriektomie. Dabei wird die verstopfte Arterie geöffnet und ihre innerste Schicht mitsamt den arteriosklerotischen Ablagerungen herausgeschält. Um erneute Verengung zu vermeiden, wird das Blutgefäß dann nicht zugenäht, sondern nur mit Kunststoff abgedeckt.

Die Erfolgsquote dieser Operationen an verlegten Bein- und Beckenarterien ist innerhalb der letzten zwei Jahre von 20 auf 60 Prozent gestiegen. Die geheilten Patienten können wieder wie Gesunde gehen. Sel