Eine Lex IOS?

Die brasilianische Bundespolizei will jetzt alle Personen vernehmen, die über die IOS Geld ins Ausland gebracht haben. Soweit gegen die Steuergesetze verstoßen worden ist, können die Betroffenen jedoch mit der Milde des Gesetzgebers rechnen. Ein neues Gesetz gestattet nämlich die rückwirkende Korrektur der Einkommensteuererklärung, so daß diejenigen Personen, die über die Investors Overseas Services Investment-Anteile erworben haben, eine Möglichkeit bekommen, den Steuerstrafen zu entgehen. Die brasilianische Zentralbank beharrt aber auf ihrer Ansicht, die Gelder zum Kauf der Anteile seien unter Umgehung des offiziellen Weges ins Ausland geschafft worden und verlangt eine Bestrafung aller lOS-Kunden, die gegen die Devisenbestimmungen verstoßen haben.

Umtauschangebot bei Deere-Lanz

Angesichts des Rückgangs und der weiter verschlechterten Ertragslage der John Deere-Lanz AG, Mannheim, hat ein Vertreter der amerikanischen Muttergesellschaft mitgeteilt, das Mannheimer Unternehmen käuflich zu übernehmen und den wenigen freien Aktionären ein Angebot zu machen. Deere & Co. ist bereit, Lanz-Aktien gegen Deere-Aktien zu einem Kurs von 204 Prozent umzutauschen. Für 300 Mark Lanz-Aktien im Gegenwert von 612 Mark erhalten die Aktionäre also 2 Aktien der Deere & Co. zum New Yorker Schlußkurs vom 3. Mai (US-Dollar 63 5/8je Stück) im Gegenwart von zusammen 509 Mark zusätzlich einer Barvergütung von 103 Mark. Diese erhöht sich, wenn der Deere-Lanz-Kurs am 30. Juni 1967 unter dem des 3. Mai liegen sollte, und zwar um die Differenz beider Kurse. Wer an diesem Tausch nicht teilnehmen will, kann sich zum Kurs von 200 Prozent spesenfrei abfinden lassen. Das Angebot gilt bis zum 30. Juni 1967.