Reges Interesse zeigt Frankreich an den traditionell von der britischen Industrie beherrschten Märkten in der Südafrikanischen Union und Rhodesien. Die Franzosen nutzen die für die Engländer ungünstige politische Situation nach Kräften aus.

Trotz UNO-Resolution gegen die Lieferung militärischer Güter an die Südafrikanische Union und trotz des Boykotts gegen Rhodesien verkauften die Franzosen militärische Anlagen an die Union und tauschten für rund 20 Millionen Mark rhodesischen Tabak gegen Baumwolle.

Bisher versuchten die Franzosen stets ihre Waffenverkäufe an die Union geheimzuhalten. Der letzte Erfolg des südafrikanischen Verteidigungsministers Pietre Botha wurde jedoch von der französischen Regierung offen bestätigt: Die Werft Dubignon in Nantes wird drei moderne Unterseeboote der Daphne-Klasse (16 Torpedos, 16 Knoten Geschwindigkeit) für 136 Millionen Mark nach Südafrika liefern. rod.