Sehr sehenswert:

„Blow Up“, von Michelangelo Antonioni, ist die Geschichte einer Faszination, einer sehr spezifischen Faszination. Ihr Objekt sind Photographien; der ihr erliegt, ist ein Photograph. Antonioni hat abgestoßen, was seinen letzten Filmen an Manien und Symbolik noch anhaftete – kein anderer Film von ihm war so frei von Larmoyanz, so hell und durchsichtig, so unaffektiert.

„Mahlzeiten“, von Edgar Reitz. Die Geschichte einer Ehe, die unter anderem an der Antibabypille scheitert, aber nicht, weil Elisabeth sie nimmt, sondern weil Elisabeth sie nicht nimmt.

„Die Geschöpfe“, von Agnes Varda. Bilder vom einfachen Leben und von der Unschuld, die deren Verlust ebenso bezeugen wie die Notwendigkeit, zu einer neuen Einfachheit und Unschuld zu gelangen.

„Die Gräfin von Hongkong“, von Charlie Chaplin. Die Konfession eines alten Mannes, versteht in einem Film, der seine Bedeutungen nicht vor sich herträgt und deshalb bei oberflächlicher Betrachtungsweise mit dem oberflächlichen Unterhaltungsfilm verwechselt werden kann, der er nicht ist.

Sehenswert:

„Die Abenteurer“, von Robert Enrico. Eine richtige Kinogeschichte: bunt, phantastisch und alles andere als logisch. Vor der afrikanischen Küste heben die Abenteurer einen Millionenschatz, das geliebte Mädchen stirbt, Bösewichter mischen sich ein, und am Ende hat das viele Geld keinem Glück gebracht.