Bei der Reederei H. Schuldt wird jetzt das Frachtmotorschiff „Duburg“ (Tragfähigkeit 6000 Tonnen) in Dienst gestellt. Um die Duburg und ihre beiden Schwesterschiffe, die im schottischen Aberdeen noch auf Helgen oder am Ausrüstungskai liegen, hatte es vor zwei Jahren Krach gegeben: Sie wurden im Rahmen des deutsch-britischen Devisenabkommens in England zu einer Zeit bestellt, als die deutschen Werften um Anschlußaufträge kämpften. Die Reederei sagt: aus Termingründen.

Seit dem Wiederaufbau der deutschen Handelsflotte um 1950/51 sind verhältnismäßig wenig Schiffe im Ausland gebaut worden. Doch in den sechziger Jahren zeigt sich eine steigende Tendenz.

Den ersten größeren Auftrag erteilte 1964 die Hamburger Poseidon Schifffahrts-GmbH, die drei etwa 8100 t tragende Motorfrachter in Japan bauen ließ. Die Hamburger Reedereien R. Schröder und F. Laeisz bestellten 1965 je zwei Frachtmotorschiffe von je 7500 t Tragfähigkeit bei britischen Werften.

Die Reedereien Retzlaff, Dortmund; Bremen, Robert Bornhofen, Hamburg und August Hohen, Hamburg, bestellten ebenfalls Schiffsneubauten in Großbritannien, Finnland und Rostock. WN