Der Krieg in Vietnam ist wie ein byzantinisches Mosaik. Betrachtet man es aus der Distanz, so fügen sich die einzelnen Sternchen zu klaren Bildern; die Konturen wirken schart, die Leitartikeln mitt da wenig. Eindrücke schildern — vielleicht, auch wenn sie sich nicht automatisch zu einem Urteil summieren.

Als ich das letzte Mal hier war vor fünfeinHausmauer hing ein überlebensgroßes Bild anderntags in der Zeitung zu lesen.

Heute ist von gallischer Beschaulichkeit nichts nie?, zu spüren. Die Terrasse desConUnentalGraham Greene hat ihr inzwischen mit seinem Stillen Amerikaner zu literarischem Ruhm verhoffen - wimmelt schon um Mittag von GI s, noiien Uniform entänniahmSfschen Deckenventilaoren einen Gin Tonic genehmigen. Frauen sind kaum "och zu sehen, regelmäßig nur ein Freu n o P Fronturlauber durch die Tu Do, die Kue cätbat wo eine Girlie Kaschemme neben Die illegalen ueiaweu! treiben sich noch mehr um Deux piastres, m sieur, sondern vei menr um <"" r ", n <> Inflation wie aran, wie sicn uic j i a.~ — schunden.

Wer wissen will, was in Vietnan:i gescheht, muß sich notgedrungen an die Ame ner we den. Bei den Vietnamesen laßt man tieren. Man sucht bei ihnen au" doiSSSwunder 5, daß e~ fc Seite in der Berichterstattung zu kurz Kommt. Ä als führten die Vietnamesen einen anderen nicht versessen. Anders die Amerikaner. j|riSlrfdieöffendichkeit darüber; Tun und ~Ä die Helikopter tragen. Nadimittag wichtiger als das tiefere Verständnis.

LusT zur Kriegsberichterstattung. Ebenso jene Versicherung, die mir die Redaktion kabeln muß amtsenslische Euphemismen für die Zusage, notfalls dfe Kosten für den Heimtransport meiner Leiche zu übernehmen . Am Schluß der Formalitäten gibt es eine Pressemappe, viel gedrucktes Material, Landkarten Statistiken. Vor allem aber gibts die Pressekarte - Ausweis, Passierschein, Freiflugbillett m einem.

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ÄHeute ist der Presse beim abendlichen bneftng ein hochdekorierter Marineflieger vorgeführt worden: Commander Charles E. Hathaway von Marineflieger, braungebrannt, mit kurzgesmore"er Haarbürste. Am Morgen ist er von seinem 300. Feindeinsatz zurückgekehrt, zwei Dritteldavon eeaen Nordvietnam. Em Waschzettel verrat, daß !? Jahre alt ist, 24 Jahre Flugerfahrung Se tzt und zum zweitenmal m Vietnam dient. Seine Frau wartet mit sieben Kindern m Kalitor" Deflimgang mit technischem Gerät ist dem CoWanS vertraut; der Umgang mit der STschreckt ihn nicht. Behende schnallt er da Mikrophon vor die Brust räuspert sich und sagt dann mit der Bescheidenheit, deren sich Ordens träger in aller Herren Landern befleißigen. Eilentl ch habe ich überhaupt nichts zu berichten De amerikanischen Reporter kennen das schon; unbeeindruckt schießen sie ihre Fragen ab. "Was war Ihr schwierigster Einsatz?" Jdi habe die Frage erwartet, aber sie ist schwer zu beantworten " "Ihr leichtester Einsatz?" Sie sind alle ziemlich Standard. Am einfachsten ist es, wenn man nicht beschossen wird. "Was halten Sie von der nordvietnamesischen Luftabwehr?" Sie ist recht unangenehm und viel besser als während meiner ersten Vietnam Tour. Man kann seine Nase nicht mehr nach Nordyietnam hineinstecken, ohne Feuer auf sich zu ziehen. Die Flak L erstaunlich. Es hat nicht den Ansehe, als müßten sie Munition sparen. Früher schössen sie Zr sporadisch, jetzt schießen sie Dauerfeuer. Und sie reagieren schnell und sicher " Es kommt mir in den Sinn, was der US Luftwaffenchef McConnell jüngst zur Luftabwehr im Raum Hanoi sagte: - die größte KonzentSn von Lufabwehrwaffen, die es je irgendwo gegeben hat Je stärker die Angriffe geworden sind, desto stärker wurde die Abwehr dank umfangreicher sowjetischer Lieferungen von Flak und Richtgeräten.